Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz – Von der schrittweisen Fragebogenentwicklung zur Prädiktionskraft von Modellfaktoren

Article in Edited Volumes
(Article in a Manual)


Publication Details

Author(s): Carl J, Geidl W, Sudeck G, Pfeifer K
Editor(s): Wollesen, B.
Title edited volumes: Interdisziplinäre Forschung und Gesundheitsförderung in Lebenswelten, Abstractband zur Jahrestagung der dvs-Kommission Gesundheit 04.-06. April 2019 in Hamburg
Publisher: Universität Hamburg
Publishing place: Hamburg
Publication year: 2019
Pages range: 37
Language: German


Abstract

Einleitung
Dem „WHO Global Action Plan on Physical Activity 2018-2030“ ist zu entnehmen, dass
bewegungsfördernde Maßnahmen unter anderem auf den Aufbau gesundheitsbezogener
Kompetenzen abzielen sollen. Das Modell der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz
(BGK; Pfeifer et al., 2013) beantwortet dabei die wichtige Frage, welche Kompetenzdimensionen
die Übernahme eines körperlich aktiven Lebensstils begünstigen. Ziel der
vorliegenden Arbeit war es, ein multidimensionales Assessmenttool auf der Basis von
Vorarbeiten (Drei-Faktoren-Messmodell bei Sudeck & Pfeifer, 2016) zu entwickeln und
darauf aufbauend eine umfangreiche Modellvalidierung vorzunehmen.

Methode
In einer ersten Studie wurde ein fünf Faktoren umfassendes Messmodell spezifiziert und
an 341 COPD-Patienten (STAR-Studie) getestet. In einer zweiten Studie erfolgte die Erweiterung
auf ein Neun-Faktoren-Modell und eine Prüfung bei 745 Auszubildenden (Baseline-
Survey des Projekts PArC-AVE im Forschungsverbund Capital4Health). Die mittels
Strukturgleichungsanalysen ermittelten Assoziationen mit Indikatoren körperlicher Aktivität
eigneten sich zur Interpretation der Kriteriumsvalidität des Modells.

Ergebnisse
Die globalen Fitindizes sowie Reliabilitätskennwerte sprechen für die faktorielle Validität
des Fünf-Faktoren-Messmodells in Studie 1. Explorative Analysen aus Studie 2 legten jedoch
nahe, die Erfassung des Faktors „Körperwahrnehmung“ zu überdenken und lediglich
die Spezifikation eines Acht-Faktoren-Messmodell vorzunehmen. Die fünf Faktoren klärten
bei COPD-Patienten rund 10% der Varianz in den Aktivitätsindikatoren auf. Die acht Faktoren
konnten bei den Auszubildenden rund 20% der Varianz in den Aktivitätsindikatoren
erklären.

Diskussion
Die vorliegende Arbeit stellt einen wichtigen Schritt für die Finalisierung eines mehrdimensionalen
Assessmenttools dar. Die Ermittlung der Relevanz von BGK-Einzelfacetten trägt
nicht nur zur Validierung des Gesamtmodells bei, sondern erlaubt es zusätzlich, Empfehlungen
bei der populationsspezifischen Ansteuerung von Kompetenzen auszusprechen.


FAU Authors / FAU Editors

Carl, Johannes
Lehrstuhl für Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Bewegung und Gesundheit
Geidl, Wolfgang Dr.
Lehrstuhl für Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Bewegung und Gesundheit
Pfeifer, Klaus Prof. Dr.
Lehrstuhl für Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Bewegung und Gesundheit


External institutions
Eberhard Karls Universität Tübingen


How to cite

APA:
Carl, J., Geidl, W., Sudeck, G., & Pfeifer, K. (2019). Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz – Von der schrittweisen Fragebogenentwicklung zur Prädiktionskraft von Modellfaktoren. In Wollesen, B. (Eds.), Interdisziplinäre Forschung und Gesundheitsförderung in Lebenswelten, Abstractband zur Jahrestagung der dvs-Kommission Gesundheit 04.-06. April 2019 in Hamburg. (pp. 37). Hamburg: Universität Hamburg.

MLA:
Carl, Johannes, et al. "Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz – Von der schrittweisen Fragebogenentwicklung zur Prädiktionskraft von Modellfaktoren." Interdisziplinäre Forschung und Gesundheitsförderung in Lebenswelten, Abstractband zur Jahrestagung der dvs-Kommission Gesundheit 04.-06. April 2019 in Hamburg. Ed. Wollesen, B., Hamburg: Universität Hamburg, 2019. 37.

BibTeX: 

Last updated on 2019-08-04 at 15:38