Neues Verfahren zur Handhabung feinster Partikel und Herstellung dünner Schichten am Beispiel der Pulverlackierung mit Flüssigstickstoff

Beitrag in einer Fachzeitschrift


Details zur Publikation

Autorinnen und Autoren: Wirth KE, Nagel J, Molerus O
Zeitschrift: Chemie-Ingenieur-Technik
Jahr der Veröffentlichung: 1998
Band: 70
Heftnummer: 6
Seitenbereich: 730-733
ISSN: 1522-2640
Sprache: Deutsch


Abstract


e Lackindustrie ist ein Industriezweig, der sehr stark gesetzlichen Reglementierungen unterliegt. Die immer strenger werdenden Auflagen im Bereich der Losemittelemission zwangen  die  betroffene  Industrie,  losemittelreduzierte Lacksysteme herzustellen und zu verarbeiten [l]. Die Herstellung solcher Systeme kann auf zwei Wege geschehen:

- Reduktion des Losemittels,

- Austausch des Losemittels durch Wasser bzw. Luft.

Der Weg  der Losemittelreduktion fuhrt von den konventionellen  Lacksysteme  mit  einem Festkorpergehalt von ca. 50 bis 55 Ma.-% zu den Medium-Solid-  bm High- Solid-Lacksystemen mit einem Festkorpergehalt von ca. 55 bis 65 % bzw 65 bis 75 %. Durch Austausch des Losemittels gelangt man zu den Wasserlack- bzw. Pulverlacksystemen. Wasserlacksysteme  weisen je nach Anwendungsfall  einen Anteil organischer  Losemittel von 5 bis 20 Ma.-% auf. Die Pulverlacke hingegen  sind frei von  organischen  Losemitteln. Im Gegensatz  zu  den Flussiglacken  (konventionelle, Medium- und High-Solid-Lacksysteme  sowie Wasserlacke) lafit sich das Overspray der Pulverlacke zu nahezu 100 % recyclen. Die Losemittelfreiheit  und ein nahezu 100 %iges Recycling des Oversprays sind Griinde, die fir den immer starkeren Einsatz von Pulverlacken sprechen. Bisher wird der in Abb. 1 dargestellte Aufbau der elektrostatischen Pulverbeschichtung  (EPS) venvendet. Er besteht im wesentlichen aus einem Vorratsbehalter, der als Wirbelschicht aus- gefuhrt ist, einem Injektor, einer Forderleitung,  einer Pulverpistole mit einer Vorrichtung zur elektrostatischen Aufladung der Pulverlackpartikel und dem zu beschichtenden Objekt, das geerdet ist. Im vorliegenden Fall erfolgt die Aufladung der Pulverlackpartikel durch freie Ionen und Elek- tronen, die durch eine Corona-Entladung erzeugt werden. Ublichenveise werden mit  der EPS Pulverlacke verarbeitet,  deren KorngroRenverteilung  von 0 bis 80 pm reicht,  wobei  der Feinanteil  des  Pulverlacks  nur yxwvutsrqponmlkjihgfedcbaZYXWVUTSRQPONMLKJIHGFEDCBA3 bis 8 Gew. -% kleiner 8 pmbetragt. ZumErzielen eines guten Glanz- grads sind nach Abb. 2 Schichtstarkenvon ca. 60 bis 70 pmzu applizieren. Die Angabe der Schichtstarke bezieht sich auf die Dicke der Lackschicht im eingebrannte Zustand. Sol1 aus Kostengriinden die applizierte Lackschicht dunner sein, ist



FAU-Autorinnen und Autoren / FAU-Herausgeberinnen und Herausgeber

Wirth, Karl-Ernst Prof. Dr.-Ing.
Professur für Partikeltechnik


Zitierweisen

APA:
Wirth, K.-E., Nagel, J., & Molerus, O. (1998). Neues Verfahren zur Handhabung feinster Partikel und Herstellung dünner Schichten am Beispiel der Pulverlackierung mit Flüssigstickstoff. Chemie-Ingenieur-Technik, 70(6), 730-733. https://dx.doi.org/10.1002/cite.330700612

MLA:
Wirth, Karl-Ernst, Johannes Nagel, and Otto Molerus. "Neues Verfahren zur Handhabung feinster Partikel und Herstellung dünner Schichten am Beispiel der Pulverlackierung mit Flüssigstickstoff." Chemie-Ingenieur-Technik 70.6 (1998): 730-733.

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Zuletzt aktualisiert 2019-22-07 um 07:38