Förderung sprachlich-kommunikativer Fähigkeiten in der betrieblichen Ausbildung

Third Party Funds Group - Sub project

Overall project details

Overall project: Förderung sprachlich-kommunikativer Fähigkeiten in der betrieblichen Ausbildung


Project Details

Project leader:
Prof. Dr. Nicole Kimmelmann


Contributing FAU Organisations:
Professur für Wirtschaftspädagogik

Funding source: Bundesministerium des Inneren (Bundesamt für Migration, Integration und Flüchtlinge)
Start date: 01/01/2013
End date: 31/12/2014


Short description (intelligible to all):



Vor
dem Hintergrund zunehmender Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von
Fachkräften werden ausbildungsbereite Betriebe künftig vermehrt vor der Aufgabe
stehen, sich für Jugendliche mit unterschiedlichen sprachlich-kommunikativen
Fähigkeiten und auch für solche mit diesbezüglichem Förderbedarf zu öffnen. Um
die damit verbundenen Anforderungen bewältigen zu können, benötigt das
Ausbildungspersonal spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten, die nicht ohne
weiteres als vorhanden vorausgesetzt werden können: Die Betriebe betrachten
sich nicht selbstverständlich als Lernorte im Rahmen der sprachlichen
Integration, und spezielle Qualifizierungsangebote liegen für diesen Bereich
noch nicht vor.



 



Es
soll deshalb mit qualitativen Methoden untersucht werden, welche Erfahrungen,
Haltungen und Befürchtungen bislang der Bereitschaft von
Ausbilderinnen/Ausbildern bzw. Betrieben entgegenstehen, sich für die Förderung
sprachlich-kommunikativer Fähigkeiten im Rahmen der betrieblichen Ausbildung zu
qualifizieren, auf welche Weise diesen Hemmungen entgegen gewirkt bzw. das
notwendige Interesse geweckt werden kann 
und in welchen Situationen sie Unterstützung benötigen.  Parallel dazu wird in enger Zusammenarbeit
ein Qualifizierungskonzept entwickelt. Dabei geht es nicht um einen „Deutschunterricht
im Rahmen der Ausbildung“, sondern um die Befähigung des Ausbildungspersonals
für eine sprachlernförderliche Art der Vermittlung beruflicher
Handlungskompetenz in betrieblichen Alltagssituationen (gezieltes Schaffen von
„Sprechanlässen“; Abbau von Sprechhemmungen bei Auszubildenden;
lernförderlicher Umgang mit Fehlern u.a.). Zugleich sollen mit sprachlich-kommunikativen
Defiziten oder Besonderheiten von Auszubildenden verbundene Phänomene in den
Blick genommen werden (Umgang mit Mehrsprachigkeit; mit sprachlichen
Schwierigkeiten einhergehende
fachliche
Probleme;  Bewertung von Missverständnissen).



 



Ein
solches zweigleisiges methodisches Vorgehen eröffnet die Möglichkeit, beide
Prozesse – die Analyse von Rahmenbedingungen und Voraussetzungen einer
Qualifizierung des Ausbildungspersonals und die Entwicklung eines geeigneten
Konzeptes – eng miteinander zu verknüpfen: anwendungsbezogene Forschungs- und
Entwicklungsarbeiten können sowohl inhaltlich eng aufeinander bezogen als auch
in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang durchgeführt werden. Zum Transfer in
die Praxis soll eine Handreichung für die Betriebe erstellt werden, die den
praktischen Nutzen einer Ausbilderqualifizierung durch die beispielhafte
Darstellung von Anwendungssituationen, den Inhalt sowie den
zeitlich-organisatorischen und finanziellen Aufwand aufzeigt, der mit einer
Qualifizierung verbunden ist.



 



 


External Partners

Bundesinstitut für Berufsbildung

Last updated on 2019-31-05 at 11:39