Bremm N, Jesacher-Rößler L, Racherbaeumer K, Strähle P (2026)
Publication Language: German
Publication Type: Other publication type
Publication year: 2026
Series: EdGov Working Papers
Book Volume: 1
Pages Range: 1-22
Edition: 1
URI: https://open.fau.de/items/036ee273-76e3-45da-b1a2-60c9d9c02cc7/full
DOI: 10.25593
Das Governance-Zentrum des CHANCEN-Verbunds arbeitet gemeinsam mit den Akteuren des Administrationssystems daran, Governancestrukturen evidenzorientiert für die Umsetzung des Startchancen-Programms zu erforschen (Universitäten Erlangen-Nürnberg und Siegen) und weiterzuentwickeln (DIPF) und so die Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu stärken. Dazu unterstützt das Zentrum die Länder darin, ihre bestehenden Governance-Strukturen und Praktiken forschungsbasiert zu verstehen, zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Innerhalb des Zentrums sind Forschung und Entwicklung arbeitsteilig verschränkt. Die GovernanceForschung untersucht Ausgangsbedingungen und Kooperationspraktiken des Startchancen-Programms in den Bundesländern. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie die Akteur:innen zusammenarbeiten, unter welchen Bedingungen dies geschieht und welche rechtlich-administrativen Rahmungen die Zusammenarbeit länderspezifisch prägen. Dazu erhebt das Wissenschaftler:innenteam mittels systematischer Rechtsreviews und quantitativen und qualitativen Netzwerkanalysen Daten zu Rahmenbedingungen, Strukturen, Zuständigkeiten und Kommunikationsprozessen im System. Zusammenführend relationiert werden die Datenquellen zudem im Rahmen einer Werkstatt „Situationsanalyse“ (Clarke, 2012). Die erhobenen Daten und Analysen dienen dem Team der Governance-Entwicklung (DIPF) als eine Grundlage seiner Entwicklungsarbeit mit den Akteuren des Startchancen-Programms in den Ländern zu Governance-Praktiken im schulischen Mehrebenensystem. Der vorliegende Beitrag versammelt zu diesem Zweck theoretische Bezüge, die eine gemeinsame Grundfrage aus unterschiedlichen Richtungen bearbeiten. Diese Grundfrage lautet, wie Handlungskoordination in einem lose gekoppelten, föderal verfassten Mehrebenensystem gelingt, wenn sie sich weder hierarchisch anordnen noch als Transport von Wissen organisieren lässt. Die herangezogenen Theorien beantworten diese Frage auf verschiedenen Ebenen, nämlich gesellschafts- und übersetzungstheoretisch, praxistheoretisch, organisations- und professionstheoretisch sowie gerechtigkeitstheoretisch, und konvergieren in dem Befund, dass Entwicklung im Schulsystem als relationaler, voraussetzungsvoller und normativ gebundener Prozess zu konzipieren ist.
APA:
Bremm, N., Jesacher-Rößler, L., Racherbaeumer, K., & Strähle, P. (2026). Governanceforschung im Startchancenprogramm. Konzeptuelle Überlegungen zu Forschung und Entwicklung der Governancestrukturen im Startchancenprogramm.
MLA:
Bremm, Nina, et al. Governanceforschung im Startchancenprogramm. Konzeptuelle Überlegungen zu Forschung und Entwicklung der Governancestrukturen im Startchancenprogramm. 2026.
BibTeX: Download