Böhm J (2026)
Publication Type: Thesis
Publication year: 2026
Die Dissertation erforscht die ägypto-levantinischen Beziehungen in der Zeit des 6.–4. Jh.s v. Chr. unter Anwendung des Modells der Kontakträume (modifiziert nach C. Ulf). Dazu stellt sie den Forschungsergebnissen zu den aramäischen Dokumenten aus Ägypten erstmals auch den materiellen Befund für Kontakte mit Ägypten aus der Südlevante gegenüber. Ein besonderes Augenmerk gilt den unterschiedlichen Rezeptionsmodi ägyptischer Transfergegenstände sowie ihrer Verflechtung mit Elementen aus diversen kulturellen Kontexten.
Die Auswertung dieser Quellen führt zu einem geographisch und chronologisch differenzierten Ergebnis: Geographisch wurden dichte Kontakträume durch die semi-autonomen Akteure des Fernhandels insbesondere an der Küste der Südlevante sowie entlang der Karawanenrouten im Süden konstituiert. Die Provinzen im zentralen Bergland partizipierten dagegen – in unterschiedlichem Ausmaß – nur mittelbar an diesen Kontakträumen. Chronologisch erreichten die Beziehungen im 4. Jh. einen Höhepunkt, als das ägyptische Kunsthandwerk nach Ende der ersten Perserherrschaft einen Aufschwung erlebte und die Pharaonen der 29.–30. Dynastie außenpolitisch aktiv auftraten.
Insgesamt leistet die Arbeit gleichermaßen einen Beitrag zur Archäologie der Südlevante und ihrer Kulturkontakte wie zur Religionsgeschichte des Alten Testaments und seiner Ägyptenrezeption.
APA:
Böhm, J. (2026). Israel und Ägypten. Kontakträume in nachexilischer Zeit (6.–4. Jh. v. Chr.) (Dissertation).
MLA:
Böhm, Jonathan. Israel und Ägypten. Kontakträume in nachexilischer Zeit (6.–4. Jh. v. Chr.). Dissertation, 2026.
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