Heuler A, Oeler C, Richer R, Rohleder N, Barke A, Weise C (2026)
Publication Language: German
Publication Type: Conference contribution, Abstract of lecture
Publication year: 2026
Hintergrund. Chronische primäre lumbale Rückenschmerzen sind weit verbreitet und gehen mit starken körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen sowie Stress einher. Aktuelle Forschungsergebnisse deuten auf einen Zusammenhang zwischen Schmerz, mangelnder physischer Aktivität, Angstvermeidung (sog. Fear Avoidance) und nachhaltigen Veränderungen psychophysiologischer Stresssysteme hin. Wie sich akute psychophysiologische Stressreaktionen während der Ausführung standardisierter Bewegungsaufgaben unter simulierten Rückenschmerzen verhalten und wie dies im Zusammenhang mit Fear Avoidance steht, wurde bisher noch nicht untersucht.
Fragestellung. Wie unterscheiden sich Menschen mit unterschiedlichem Ausmaß an Fear Avoidance hinsichtlich ihrer akuten psychophysiologischen Stressreaktion und Bewegungsmustern währen der Ausführung standardisierter Bewegungsaufgaben?
Methode. Um diese Frage zu beantworten, wurde ein integriertes Paradigma mit Rückenschmerzsimulation entwickelt. In einem Within-Subject-Design führten 20 (Pilotstudie) und 56 (Hauptstudie) schmerzfreie Versuchspersonen standardisierte Bewegungsaufgaben (Back Performance Scale, Sit-to-Stand-Test) einmal mit und einmal ohne einen Rückenschmerzsimulator aus. Die Bewegung wurde mittels tragbarer sensorbasierter Motion-Capture-Technologie (Xsens) erfasst. Vor, während und nach den Bewegungsaufgaben wurden psychophysiologische Stressparameter (z.B. Speichel-Cortisol, Herzratenvariabilität) erhoben und die Teilnehmenden füllten Selbstbericht-Fragebögen zu Stresserleben (SSSQ-G; VAS) und Schmerz (VAS) aus.
Ergebnisse. Im Juni 2026 werden die Ergebnisse der beiden Studien mit dem Fokus auf akute psychophysiologische Stressmarker und selbstberichteten Stress berichtet und Ergebnisse zur Akzeptanz und Praktikabilität des Paradigmas vorgestellt.
Diskussion und Fazit. Das vorgestellte Paradigma könnte eine neue Möglichkeit bieten, den Zusammenhang von akutem Stress, Schmerz, Bewegung und Angstvermeidung in einem standardisierten Experiment zu untersuchen.
APA:
Heuler, A., Oeler, C., Richer, R., Rohleder, N., Barke, A., & Weise, C. (2026). Zwischen Schmerz und Stress: Ein integriertes Paradigma zur Untersuchung von Stress, Bewegungsmustern und Fear Avoidance unter simulierten Rückenschmerzen. Paper presentation at 5. Deutscher Psychotherapie Kongress (DPK), Berlin, DE.
MLA:
Heuler, Annika, et al. "Zwischen Schmerz und Stress: Ein integriertes Paradigma zur Untersuchung von Stress, Bewegungsmustern und Fear Avoidance unter simulierten Rückenschmerzen." Präsentiert bei 5. Deutscher Psychotherapie Kongress (DPK), Berlin 2026.
BibTeX: Download