Metamnemonische Literatur. Zur narrativen Perspektivierung der Erinnerungsreflexion in Natascha Wodins „Sie kam aus Mariupol“ (2017)

Heydenreich A (2026)


Publication Type: Journal article, Original article

Publication year: 2026

Journal

Book Volume: 118

Journal Issue: 2

Abstract

Abstract: Folgende Studie untersucht am Beispiel von Natascha Wodins Werk „Sie kam aus Mariupol“ (2017) die Rolle und Funktion der Literatur für die ästhetische Performanz eines literarischen Gegengedächtnisses im Kontext einer kulturellen Kontinuität des Vergessens der Schicksale deportierter Zwangsarbeiter*innen während des Zweiten Weltkriegs. Angesichts komplexer geschichts- und erinnerungspolitischer Kontroversen zwischen den sogenannten östlichen und westlichen Memorialregimes fragt sie danach, ob literarische Texte eine metamnemonische agency entfalten können, indem sie multiperspektivische Konnektivitäten zwischen (trans-)nationalen Memorialkulturen herstellen. Die Studie analysiert die metamnemonischen Dynamiken, die in Wodins Text ausgelotet werden, und fragt nach literarischen Möglichkeiten der sekundären Beobachtung der Konstruktion und Dekonstruktion individueller und familiärer Erinnerungsperspektiven vor dem Hintergrund der Rekonfiguration sozialer, medialer und geopolitischer Diskursdispositive.


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APA:

Heydenreich, A. (2026). Metamnemonische Literatur. Zur narrativen Perspektivierung der Erinnerungsreflexion in Natascha Wodins „Sie kam aus Mariupol“ (2017). Monatshefte, 118(2).

MLA:

Heydenreich, Aura. "Metamnemonische Literatur. Zur narrativen Perspektivierung der Erinnerungsreflexion in Natascha Wodins „Sie kam aus Mariupol“ (2017)." Monatshefte 118.2 (2026).

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