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Die Völkermordabsicht nach Karlsruher Meinung


Publication Details
Author(s): Safferling C, Grzywotz J
Publication year: 2016
Volume: 2016
Journal issue: 4
Pages range: 186 - 192
ISSN: 0022-6920
eISSN: 1612-7064
Language: German

Abstract

In ihrem Beitrag beschäftigen sich die Verfasser mit der Völkermordabsicht nach der Karlsruher Meinung. Hierbei nehmen sie Bezug auf ein Urteil des BGH vom 21.05.2015 (3 StR 575/14 JR 2016, 213). Im Rahmen des Revisionsurteils des BGH werden das täterschaftliche Handeln und die Völkermordabsicht beleuchtet. In diesem Zusammenhang wird hervorgehoben, dass der BGH bei der Mittäterschaft keine absolute Stufengleichheit zwischen den einzelnen Mittätern verlangt. Mit Blick auf die Völkermordabsicht wird dargelegt, dass der BGH klarstellt, dass es ausreichend sei, wenn die ganze oder teilweise Zerstörung der Gruppe das Zwischenziel des Täters bildet. Gleichzeitig wird angeführt, dass die internationalen Gerichte stets betonen, dass der Tatbestand des Völkermordes sich gerade durch einen speziellen subjektiven Tatbestand auszeichnet. Gegen Ende des Beitrags gehen die Verfasser noch auf die Beschränkung der Strafverfolgung nach § 154a StPO ein. Abschließend wird dann das Fazit gezogen, dass es der BGH versäumt hat, eine Harmonisierung der deutschen mit der internationalen Rechtsprechung weiter voranzutreiben.



How to cite
APA: Safferling, C., & Grzywotz, J. (2016). Die Völkermordabsicht nach Karlsruher Meinung. Juristische Rundschau, 2016(4), 186 - 192.

MLA: Safferling, Christoph, and Johanna Grzywotz. "Die Völkermordabsicht nach Karlsruher Meinung." Juristische Rundschau 2016.4 (2016): 186 - 192.

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Last updated on 2017-11-18 at 02:39
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