Maßnahmen gegen hybride Finanzierung: Gewinner sind Staaten mit niedrigen Steuersätzen

Beitrag in einer Fachzeitschrift


Details zur Publikation

Autor(en): Scheffler W, Kohl M
Zeitschrift: Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis
Jahr der Veröffentlichung: 2018
Heftnummer: 6
Seitenbereich: 646-669
ISSN: 0340-5370
Sprache: Deutsch


Abstract



Durch die Anti-Tax-Avoidance Directive (ATAD) wurde
innerhalb der EU ein komplexes System zur Behandlung von hybriden Gestaltungen
eingeführt. Welche der Korrekturmaßnahmen im Einzelfall angewendet wird, hängt
sowohl von der Art der hybriden Gestaltung als auch von der Ansässigkeit der
beteiligten Unternehmenseinheiten ab. Da durch die ATAD die Unterschiede bei der
Besteuerung von Eigen- und Fremdkapital nicht aufgehoben werden, bestehen weiterhin
Ansatzpunkte zur Steuerplanung. Durch eine Anpassung der (unternehmensinternen)
Außenfinanzierung lassen sich die durch die ATAD ausgelösten Mehrbelastungen
auf den Steuersatz begrenzen, der für die am niedrigsten besteuerte
Unternehmenseinheit gilt. Im Hinblick auf das mit der BEPS-Initiative verfolgte
Ziel ist es bemerkenswert, dass von den Maßnahmen zur Vermeidung der Effekte
aus hybriden Gestaltungen Niedrigsteuerländer am meisten profitieren.


FAU-Autoren / FAU-Herausgeber

Kohl, Manuela
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Steuerlehre
Scheffler, Wolfram Prof. Dr.
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Steuerlehre


Zitierweisen

APA:
Scheffler, W., & Kohl, M. (2018). Maßnahmen gegen hybride Finanzierung: Gewinner sind Staaten mit niedrigen Steuersätzen. Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, 6, 646-669.

MLA:
Scheffler, Wolfram, and Manuela Kohl. "Maßnahmen gegen hybride Finanzierung: Gewinner sind Staaten mit niedrigen Steuersätzen." Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis 6 (2018): 646-669.

BibTeX: 

Zuletzt aktualisiert 2019-16-01 um 10:08

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