Design for X (DFX)

Beitrag in einem Sammelwerk
(Buchkapitel)


Details zur Publikation

Autor(en): Wartzack S, Meerkamm H, Bauer S, Krehmer H, Stockinger A, Walter M, Schleich B
Herausgeber: Frank Rieg; Rolf Steinhilper
Titel Sammelwerk: Handbuch Konstruktion
Verlag: Carl Hanser Verlag
Verlagsort: München
Jahr der Veröffentlichung: 2018
Seitenbereich: 465-484
ISBN: 978-3-446-45224-4
Sprache: Deutsch


Abstract

Erfolgreiche Produkte müssen sowohl die Kundenanforderungen als auch die Restriktionen erfüllen, die
sich aus dem gesamten Produktenstehungsprozess und -lebenszyklus, d. h. von der Fertigung bis hin zur
Entsorgung ergeben.
In der Konzeptphase, vor allem aber beim Entwerfen, haben die Entwickler und Konstrukteure eine Fülle
von Gestaltungsrichtlinien zu beachten, die sich in ihrer Gesamtheit unter dem Kürzel DFX (Design for X)
subsumieren lassen. Natürlich ist die Erfüllung der Funktion die wichtigste Hauptforderung bei der Konstruktion eines Produkts. Darüber hinaus gilt es aber, eine Vielzahl von gegenseitig vernetzten Forderungen
und Restriktionen unter Abwägung ihrer Wichtigkeit/Gewichtung zu berücksichtigen (Ehrlenspiel 2009).
Dabei ist zu beachten, dass vor allem die frühen Phasen des Konstruktionsprozesses von entscheidender
Bedeutung sind, denn hier werden bekanntlich zwei Drittel aller Produkteigenschaften festgelegt.
DFX steht einerseits für ein umfassendes und komplexes Wissensgebiet aus zum Teil verschiedenen Fachdomänen,
andererseits aber auch für eine geeignete methodische Vorgehensweise mit Entscheidungen
zwischen sich zum Teil widersprechenden Aspekten und dem Einsatz leistungsfähiger Methoden und vor
allem aber rechnerunterstützter Werkzeuge.
DFX kann auch verstanden werden als eine ganzheitliche Denkweise (Philosophie), die den Konstrukteuren
zweifache Unterstützung bieten kann – und zwar

  • als eine Organisationshilfe, mit der sich die grundlegenden Randbedingungen für ein Produkt bereits in der Planungs- und Konzeptphase festlegen lassen, und
  • als detaillierte Beschreibungen/Richtlinien für die Konstrukteure, nach denen sich in den späten Phasen des Produktenwicklungsprozesses die Gestalt eines Produktes bestimmen lässt.

Es muss festgehalten werden, dass der Begriff DFX in der industriellen Praxis noch wenig gebräuchlich ist,
obwohl sich doch alle Entwicklungs- und Konstruktionsprozesse um diese Thematik drehen. Vielfach hat
sich in jüngster Zeit in Unternehmen der Begriff Frontloading etabliert. DFX ist in der hier aufzuzeigenden
begrifflichen Strenge und stringenten Strukturierung sowie Anwendung von Methoden und Werkzeugen vor
allem in der Forschungslandschaft geläufig. Gleichwohl sind die hier angesprochenen Inhalte für die Praxis
von hoher Relevanz.


FAU-Autoren / FAU-Herausgeber

Krehmer, Hartmut
Lehrstuhl für Konstruktionstechnik
Meerkamm, Harald Prof. Dr.
Technische Fakultät
Schleich, Benjamin Dr.-Ing.
Lehrstuhl für Konstruktionstechnik
Walter, Michael
Lehrstuhl für Konstruktionstechnik
Wartzack, Sandro Prof. Dr.-Ing.
Lehrstuhl für Konstruktionstechnik


Zitierweisen

APA:
Wartzack, S., Meerkamm, H., Bauer, S., Krehmer, H., Stockinger, A., Walter, M., & Schleich, B. (2018). Design for X (DFX). In Frank Rieg; Rolf Steinhilper (Eds.), Handbuch Konstruktion (pp. 465-484). München: Carl Hanser Verlag.

MLA:
Wartzack, Sandro, et al. "Design for X (DFX)." Handbuch Konstruktion Ed. Frank Rieg; Rolf Steinhilper, München: Carl Hanser Verlag, 2018. 465-484.

BibTeX: 

Zuletzt aktualisiert 2018-11-08 um 02:45