Qualifikationsbedarfe im Wandel – Implikationen aus Industrie 4.0 zur Ausarbeitung eines Qualifikationsübersetzungsschlüssels zwischen zivilen und militärischen Fähigkeiten

Beitrag bei einer Tagung
(Abstract zum Vortrag)


Details zur Publikation

Autor(en): Oks SJ, Fritzsche A, Möslein K
Jahr der Veröffentlichung: 2017
Sprache: Deutsch


Abstract

Ebenso wie in zivilen Unternehmen durchläuft die Personal- und Organisationsentwicklung der Bundeswehr (BW) momentan grundlegende Veränderungen. Im Gegensatz zum zivilen Arbeitsmarkt ergibt sich der Handlungsbedarf bei der BW jedoch nicht nur aus technisch-ökonomischen Trends wie Digitalisierung und Industrie 4.0, sondern auch aus geo- und sicherheitspolitischen Lageänderungen aufgrund des aktuellen Zeitgeschehens (Ukraine-Konflikt, zunehmende Einsatzbelastung der BW, etc.). Obendrein verstärkt sich der Konkurrenzdruck auf die BW von zivilen Wettbewerbern auf dem Arbeitsmarkt, der durch gute Beschäftigungsquote und demographischen Wandel ein sinkendes Arbeitskraftangebot nach sich zieht. Steigender Personalbedarf im Rahmen der „Trendwende Personal“ verschärft diese Situation zusätzlich. Die Agenda „Bundeswehr in Führung – Aktiv. Attraktiv. Anders.“ soll die Personaldecke der BW an Führungs- und Fachkräfte quantitativ und qualitativ nachhaltig verbessern. Diese kann nur gelingen, wenn bei der Umsetzung geeignete Analyse- und Steuerungsinstrumente angewendet werden.
Basierend auf aktuellen Arbeiten aus der Wirtschaftsinformatik zu Industrie 4.0 stellt der vorliegende Beitrag hierzu das Konzept eines Qualifikationsübersetzungsschlüssels vor, der den Transfer ziviler Qualifikationen und Fähigkeiten insbesondere im Bereich IT-gestützter Tätigkeiten in militärische Anforderungsprofile erleichtert und systematisiert. Der Schlüssel ermöglicht zum einen die bessere Einplanbarkeit von Seiteneinsteigern und Reservisten (bspw. im Fall von § 43 Abs. 3 i. V. m. § 26 Abs. 4 SLV) und zum anderen die Eingliederung von Zeitsoldat*innen in den zivilen Arbeitsmarkt. Die Granularität des Schlüssels ist dabei spezifischer als das ATN-Level gewählt und berücksichtig das genaue Tätigkeitsprofil eines Dienstpostens in Kombination mit der jeweiligen individuellen (beruflichen) Biographie. Der Schlüssel bietet somit Potentiale, die weitere Umsetzung der „Trendwende Personal“ und der „Konzeption der Reserve“ effektiv zu unterstützen sowie die allgemeine Aufwuchsfähigkeit fähigkeitsorientierter zu gestalten.


FAU-Autoren / FAU-Herausgeber

Fritzsche, Albrecht Dr. Dr.
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Innovation und Wertschöpfung
Möslein, Kathrin Prof. Dr.
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Innovation und Wertschöpfung
Oks, Sascha Julian
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Innovation und Wertschöpfung


Zitierweisen

APA:
Oks, S.J., Fritzsche, A., & Möslein, K. (2017, September). Qualifikationsbedarfe im Wandel – Implikationen aus Industrie 4.0 zur Ausarbeitung eines Qualifikationsübersetzungsschlüssels zwischen zivilen und militärischen Fähigkeiten. Paper presentation at (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr, Die Helmut-Schmidt-Universität – Universität der Bundeswehr Hamburg, DE.

MLA:
Oks, Sascha Julian, Albrecht Fritzsche, and Kathrin Möslein. "Qualifikationsbedarfe im Wandel – Implikationen aus Industrie 4.0 zur Ausarbeitung eines Qualifikationsübersetzungsschlüssels zwischen zivilen und militärischen Fähigkeiten." Presented at (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr, Die Helmut-Schmidt-Universität – Universität der Bundeswehr Hamburg 2017.

BibTeX: 

Zuletzt aktualisiert 2018-11-08 um 00:14