Die Strafbarkeit wegen „Conspiracy“ in Nürnberg und ihre Bedeutung für die Gegenwart

Beitrag in einer Fachzeitschrift
(anderer)


Details zur Publikation

Autor(en): Safferling C
Zeitschrift: Kritische Vierteljahresschrift für Gesetzgebung und Rechtswissenschaft
Jahr der Veröffentlichung: 2010
Heftnummer: 1
Seitenbereich: 65 - 82
ISSN: 0179-2830
Sprache: Deutsch


Abstract


Ausgehend von dem Begriff Conspiracy (Verschwörung) hinterfragt der Autor den Tatbestand der Verschwörungsstrafbarkeit im modernen Völkerstrafrecht und dessen Bedeutung für die Gegenwart. Um den Begriff näher in seinem Bedeutungsgehalt beschreiben zu können, greift der Verfasser auf das Statut des Internationalen Militärtribunals im Rahmen der Nürnberger Prozesse zurück, welches bezogen auf den Angriffskrieg im zweiten Weltkrieg die Verschwörung als Verbrechen in Art. 6 a der International Military Tribunal Charta bezeichnet. Insbesondere informiert er den Wortlaut der Charta, seine Interpretation durch die Anklagebehörde und das Gericht sowie die einzelnen Verurteilungen. Nach einem Exkurs zum angloamerikanischen Strafrecht kommt der Verfasser zum Ergebnis, dass ein Straftatbestand der Verschwörung ohne ein konkretes Zurechnungskonzept und klare Rechtsfolgen dazu diene, Gruppen zu kriminalisieren mit der Folge, Verantwortlichkeiten auf eine breite Basis zu stellen. Das Völkerstrafrecht selbst habe nach den Ausführungen des Urhebers des Aufsatzes noch kein einheitliches und überzeugendes Zurechnungskonzept entwickelt, wobei die im angelsächsischen Rechtsraum vorkommende Conspiracy international gesehen nicht mehrheitsfähig sei, da es insbesondere mit dem rechtsstaatlichen Schuldgrundsatz nicht zu vereinbaren sei.



Zitierweisen

APA:
Safferling, C. (2010). Die Strafbarkeit wegen „Conspiracy“ in Nürnberg und ihre Bedeutung für die Gegenwart. Kritische Vierteljahresschrift für Gesetzgebung und Rechtswissenschaft, 1, 65 - 82.

MLA:
Safferling, Christoph. "Die Strafbarkeit wegen „Conspiracy“ in Nürnberg und ihre Bedeutung für die Gegenwart." Kritische Vierteljahresschrift für Gesetzgebung und Rechtswissenschaft 1 (2010): 65 - 82.

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Zuletzt aktualisiert 2018-08-08 um 16:40