Gesteinsmagnetische Untersuchungen an Doggersandsteinen (Süddeutschland, Fränkische Alb)

Journal article
(Original article)


Publication Details

Author(s): Schaarschmidt A, Saßenscheidt M, Scharfenberg L, de Wall H, Gabriel G
Journal: Geologische Blätter für Nordost-Bayern und angrenzende Gebiete
Publication year: 2015
Volume: 65
Journal issue: 2-4
Pages range: 199-220
ISSN: 0016-7797
Language: German


Abstract


Die »Eisensandsteine« des Braunen Jura (Dogger β) sind in der Fränkischen Alb weitverbreitet. Limonit-schalige Ooide sind in diesen Quarz- und Karbonatsandsteinen in unterschiedlicher Konzentration enthalten. Konzentriert sind Fe-Gehalte in gering mächtigen Flözen (bis ca. 50 cm) mit Anreicherung bis zu ~ 40 Gew.%, die unregelmäßige Lagen und Körper bilden. Die magnetischen Suszeptibilitätsdaten reflektieren die variierenden Fe-Gehalte mit durchschnittlichen Werten von 85 · 10-6 SI in den gelben Sandsteinen und 292 · 10-6 SI in den rot-schwarzen Sand steinen. Die höchsten Werte von im Mittel 432 · 10-6 SI zeigen die Limonitsandsteine (grüner Sandstein). Da das Eisen an paramagnetische und anti ferromagnetische Phasen (Limonit, Goethit, untergeordnet Hämatit) gebunden ist, werden nur niedrige Suszeptibilitäten (< 10-3 SI) gemessen. Anisotropiemessungen dokumentieren mit stark oblaten Formen das Schichtungsgefüge der Eisenooide, es sind jedoch auch innerhalb der Schichtflächen Vorzugsrichtungen erkennbar, die das Störungsmuster der Bruchschollentektonik in der Region widerspiegeln. Eine Modellierung des Eisensandsteins als Störkörper des Erdmagnetfeldes mit der Geometrie einer 65 m mächtigen, horizontalen Platte ergibt nur einen schwachen Anteil (< 1 nT) an der im fränkischen Raum verorteten Anomalie von bis zu 65 nT. Hier muss von einem maßgeblichen Anteil tiefer liegender, stärker magnetisierter Störkörper ausgegangen werden. Aufgrund der generellen NE-SW Streichrichtung der magnetischen Strukturen kommen hier Einheiten des unterlagernden variszischen Grundgebirges in Betracht.


FAU Authors / FAU Editors

de Wall, Helga Prof. Dr.
Professur für Tektonik
Schaarschmidt, Anna
Professur für Tektonik
Scharfenberg, Lars
Professur für Tektonik


External institutions
Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG)


How to cite

APA:
Schaarschmidt, A., Saßenscheidt, M., Scharfenberg, L., de Wall, H., & Gabriel, G. (2015). Gesteinsmagnetische Untersuchungen an Doggersandsteinen (Süddeutschland, Fränkische Alb). Geologische Blätter für Nordost-Bayern und angrenzende Gebiete, 65(2-4), 199-220.

MLA:
Schaarschmidt, Anna, et al. "Gesteinsmagnetische Untersuchungen an Doggersandsteinen (Süddeutschland, Fränkische Alb)." Geologische Blätter für Nordost-Bayern und angrenzende Gebiete 65.2-4 (2015): 199-220.

BibTeX: 

Last updated on 2018-18-12 at 09:05

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