Suchtgefahr bei Online-Games?

Beitrag in einem Sammelwerk
(Originalarbeit)


Details zur Publikation

Autor(en): Kammerl R
Herausgeber: Friedrichs H, Junge Th, Sanders U
Titel Sammelwerk: Jugendmedienschutz in Deutschland
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Verlagsort: Wiesbaden
Jahr der Veröffentlichung: 2013
Titel der Reihe: Medienbildung und Gesellschaft
Band: 22
Seitenbereich: 315-322
ISBN: 978-3-531-17206-4
Sprache: Deutsch


Abstract


Der Wandel zur digitalen Gesellschaft zeigt eine weit höhere Dynamik als dies historisch von anderen Medienumbrüchen bekannt ist. Bei den Jugendlichen hat sich der Anteil der regelmäßigen Internetnutzer in rund zehn Jahren von unter 10% auf über 90% gesteigert. Wird Gaming einerseits als Bestandteil einer Digitalen Kultur anerkannt und Internetnutzung als Bestandteil gesellschaftlicher Partizipation (BMBF 2009) aufgefasst, werden andererseits auch mögliche Gefahren der ausufernden Onlinezeiten, wie z.B. die Suchtgefahr, hervorgehoben. Die „Suchtphänomene“ im Umgang mit Online-Games sind insbesondere  durch Berichte von Angehörigen und durch die Medien bekannt. Computerspieleabhängigkeit ist, wie Online-Sucht allgemein, derzeit (Frühjahr 2013) international nicht als eigenständige Suchterkrankung anerkannt. Im alltagssprachlichen Gebrauch wird „Sucht“ in erster Linie mit stoffgebundenen Abhängigkeiten assoziiert. In der Suchtforschung werden vielfältigere Diagnosen für möglich gehalten. Nach Beutel et al. (2011) sehen einige Forscher die pathologische Internet-/Computerspielnutzung „als Entwicklungsstörung, andere als Impulskontroll-, Zwangs- oder Persönlichkeitsstörung“ oder es erfolgt die Einordnung „in das Spektrum der Verhaltenssüchte“ (ebd.: 78). Offen ist weiterhin, ob es sich um ein eigenständiges Krankheitsbild handelt oder eher um eine Komorbidität zu einer anderen psychischen Erkrankung (Springer 2009).



 



 



 



 



 



 



 



 



 



 



 



 



 



FAU-Autoren / FAU-Herausgeber

Kammerl, Rudolf Prof. Dr.
Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik


Zitierweisen

APA:
Kammerl, R. (2013). Suchtgefahr bei Online-Games? In Friedrichs H, Junge Th, Sanders U (Eds.), Jugendmedienschutz in Deutschland (pp. 315-322). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

MLA:
Kammerl, Rudolf. "Suchtgefahr bei Online-Games?" Jugendmedienschutz in Deutschland Ed. Friedrichs H, Junge Th, Sanders U, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2013. 315-322.

BibTeX: 

Zuletzt aktualisiert 2018-19-04 um 03:57