Elternvertreter mit Migrationshintergrund an allgemeinbildenden Schulen – eine qualitative Interviewstudie zu ihren Beweggründen für und gegen ein Engagement

Journal article
(Original article)


Publication Details

Author(s): Kröner S, Schüller E, Penthin M, Fritzsche E, Friedrich MCG, Krol M
Journal: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft
Publisher: Springer Verlag (Germany)
Publication year: 2012
Volume: 15
Pages range: 707-726
ISSN: 1434-663X
Language: German


Abstract

Eltern mit Migrationshintergrund sind in Elternvertretungen an Schulen
in Deutschland unterrepräsentiert. Ein stärkeres Engagement dieser
Eltern ist jedoch im Sinne gelebter demokratischer Kultur unverzichtbar.
Um das Spektrum der Beweggründe von Eltern mit Migrationshintergrund
für und gegen ein Engagement auszuloten, wurden Interviews mit N = 31
engagierten Eltern mit Migrationshintergrund geführt und ausgehend von
Kategorien der Theorie des geplanten Verhaltens inhaltsanalytisch
ausgewertet. Die Kategorie „Einstellung“ wurde hierzu deduktiv in
„Motivation im Handlungsvollzug/intrinsischer Wert“, „Ergebnisse und
Folgen bzgl. eigener Belange“ und „Ergebnisse und Folgen für
Andere/altruistische Erwägungen“ untergliedert. Die „subjektive Norm“
wurde induktiv in „andere Eltern“, „Lehrkräfte und Schulleitung“ und
„sonstige Personen/wahrgenommene allgemeine Erwartungshaltung“
ausdifferenziert und die „wahrgenommene Verhaltenskontrolle“ in
Unterkategorien zu „Selbstvertrauen und Angstfreiheit“, „sprachlicher
Kompetenz“, „sozioökonomischem Hintergrund“, „Verfügbarkeit von Zeit“,
„Setting in Schule und Sprengel“ und „Feldkompetenz und Sachkenntnis“.
Zusätzlich wurde „Gewohnheit“ als Hauptkategorie deduktiv gesetzt und
beibehalten. Für insgesamt 513 analysierte Aussagen ergab sich eine
Beurteilerübereinstimmung von κ = 0.82. Implikationen für die
interkulturelle Elternarbeit werden diskutiert.

Parents with a migration background are underrepresented among parent representatives at schools in Germany. However, increased involvement of these parents is essential for a lively democratic culture. To explore the motivations of parents with migration background regarding their school involvement, interviews with N = 31 parent representatives with migration background were content analysed, starting deductively from a set of categories according to the theory of planned behaviour. In the analysis, the main category “attitude” was deductively subdivided into “motivation in the course of action/intrinsic value”, “results and consequences regarding own interests” and “results and consequences regarding others/altruistic motivation”. “Subjective norm” was inductively differentiated into “other parents”, “teachers and leadership team” and “other persons/perceived general expectations”; “perceived behavioural control” was differentiated into the subcategories “assertiveness and freedom from anxiety”, “language competence”, “socioeconomic background”, “availability of time”, “setting in school and school district” and “field expertise and know-how”. Additionally, “habit” was deductively established and retained as a main category. Analysis of 513 statements resulted in an interrater-agreement of κ = 0.82. Implications for working with parents in an intercultural context are discussed.


FAU Authors / FAU Editors

Fritzsche, Eva Dr.
Krol, Magdalena
Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung
Graduiertenzentrum der FAU
Kröner, Stephan Prof. Dr.
Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung
Penthin, Marcus
Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung
Schüller, Elisabeth
Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung


How to cite

APA:
Kröner, S., Schüller, E., Penthin, M., Fritzsche, E., Friedrich, M.C.G., & Krol, M. (2012). Elternvertreter mit Migrationshintergrund an allgemeinbildenden Schulen – eine qualitative Interviewstudie zu ihren Beweggründen für und gegen ein Engagement. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 15, 707-726. https://dx.doi.org/10.1007/s11618-012-0331-7

MLA:
Kröner, Stephan, et al. "Elternvertreter mit Migrationshintergrund an allgemeinbildenden Schulen – eine qualitative Interviewstudie zu ihren Beweggründen für und gegen ein Engagement." Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 15 (2012): 707-726.

BibTeX: 

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