Rio Grande Rise und Jean Charcot Seamount Kette - ein Mikrokontinent oder die Spur des Tristan-Gough Hotspots?

Drittmittelfinanzierte Einzelförderung


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Prof. Dr. Karsten Haase


Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Lehrstuhl für Endogene Geodynamik

Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Akronym: RIOGRANDE - MSM82
Projektstart: 01.03.2019
Projektende: 30.04.2019


Abstract (fachliche Beschreibung):

Der Rio Grande Rise (RGR) besteht aus einem umfangreichen Plateau und einer ausgedehnten Seamount Provinz im SW Atlantik und wurde bisher für eine Large Igneous Provinz gehalten, die sich durch magmatische Aktivität des Tristan-Gough Mantelplumes auf der Südamerikanischen Platte gebildet hat. Allerdings zeigen neue Untersuchungen, dass der RGR ein Stück kontinentaler Kruste sein kann, das während der Öffnung des Südatlantiks geriftet und vom südamerikanischen Kontinent nach Osten bewegt wurde, so daß das Plume-Modell überflüssig wäre. Hier schlagen wir eine kombinierte seismische, geochemische, geo- und thermochronologische Untersuchung der Erdkruste des RGR vor, um die Hypothese eines von tektonischen und magmatischen Prozessen überprägten Kontinentsplitters zu testen. Dabei sollen die 1000 km langen Rift- und Vulkanstrukturen des RGR und der Jean Charcot Seamounts nach Anzeichen von Mantelplume-Aktivität und dem Bildungsalter der Gesteine untersucht werden. Mit diesen Daten kann der relative Anteil von kontinentaler und ozeanischer Kruste am RGR sowie die Mächtigkeit, das Alter und die Herkunft vulkanischer Gesteine bestimmt werden. Die Ergebnisse werden wichtige Erkenntnisse für das Verständnis des Aufbrechens von Kontinenten und der Bildung von Ozeanbecken sowie der Rolle von Mikrokontinenten bei der Bildung von Hotspot-Spuren liefern.


Externe Partner

Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI)
GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Zuletzt aktualisiert 2019-30-07 um 20:32