Charakterisierung, Langzeitverhalten und Engineering des Reservoirs zur Minimierung des Fündigkeitsrisikos

Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung - Teilprojekt

Details zum übergeordneten Gesamtprojekt

Titel des Gesamtprojektes: Geothermie-Allianz Bayern (GAB)


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Prof. Dr. Axel Munnecke
Prof. Dr. Harald Stollhofen

Projektbeteiligte:
Prof. Dr. Axel Munnecke
Prof. Dr. Harald Stollhofen
Florian Kröner
Dr. Michael Drews

Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Lehrstuhl für Geologie (Exogene Dynamik)
Professur für Paläontologie (Schwerpunkt Faziesanalyse)

Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
Akronym: Reservoir
Projektstart: 01.01.2016
Projektende: 31.12.2019


Forschungsbereiche

Tiefe Geothermie
Lehrstuhl für Geologie (Exogene Dynamik)
Beckenanalyse
Lehrstuhl für Geologie (Exogene Dynamik)


Abstract (fachliche Beschreibung):


Das bayerische Molassebecken ist bislang das einzige Vorlandbecken weltweit aus dem erfolgreich geothermisch Strom und Wärme produziert wird. Die Machbarkeit der geothermischen Energiegewinnung aus niederen Temperaturen von etwa 150°C ist damit bewiesen und die Geothermie hat damit das Potenzial, einen wesentlichen Anteil des Energiebedarfs in Bayern regenerativ abzudecken.

Die Erfahrungen aus den bisherigen installierten oder in der Entwicklung befindlichen Geothermiefeldern zeigen aber auch, dass wesentliche Fragen in der geothermischen Technologienentwicklung bislang nicht geklärt werden konnten. So sind für die Planung und Durchführung von Geothermie-Projekte hohe Investitionen notwendig, die insbesondere am Beginn des Projekts durch die Niederbringung der Bohrungen erforderlich sind. Ob und in welchem Maße ein Geothermie-Projekt wirtschaftlich erfolgreich ist hängt unmittelbar mit Risiken bei der geologischen Erschließung und deren Fündigkeit zusammen. So entstanden

in der Vergangenheit durch nicht erfolgreiche Bohrungen bzw. dem Verfehlen von wirtschaftlich

gesetzten Zielen bei Geothermie-Projekten Unsicherheiten für Investoren, Versicherer

und Betreiber. Eine optimierte Explorationsstrategie und ein verbessertes Verständnis der hydrogeologischen und thermischen Ausprägung des Reservoirs sollen das Bohr- und Fündigkeitsrisiken senken, die Planungssicherheit erhöhen und damit die Attraktivität der Geothermie für Investoren steigern. Die Kenntnis des langfristigen dynamischen Verhaltens des Reservoirs bezüglich der nutzbaren Volumenströme und thermischen Entwicklung bietet zudem eine höhere Sicherheit für die Planung der Wirtschaftlichkeit geothermischer Anlagen und Optimierungsmöglichkeiten ihrer Betriebsweise.



Eine systematische wissenschaftliche Begleitung von Geothermieprojekten und die daraus zu gewinnenden Rückschlüsse auf das Reservoir und deren Fündigkeit bis hin zu einem Testfeld für

geothermische Technologienentwicklung, die von der Erkundung und Bohrung bis zur Reservoir-

Evaluierung und dem Reservoir-Engineering reicht, fehlen bislang. Das vorliegende Forschungsprojekt soll diese relevanten Fragestellungen aufgreifen und beantworten.Die übergeordneten Ziele des vorliegenden Projektes sind das Risiko für eine geothermische Fündigkeit im süddeutschen Molassebecken zu reduzieren und Unsicherheiten des Reservoir-Engineering und des geothermischen Langzeitbetriebs einzuschränken und somit den Betrieb zu optimieren.



Externe Partner

Technische Universität München (TUM)
Eberhard Karls Universität Tübingen
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)

Zuletzt aktualisiert 2018-22-11 um 20:02