Lithologische und strukturelle Untersuchungen im ostbayerischen Grundgebirge

Drittmittelfinanzierte Einzelförderung


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Prof. Dr. Helga de Wall
Prof. Dr. Harald Stollhofen

Projektbeteiligte:
Dr. Michael Bestmann
Dr. Wolfgang Bauer
Ines Donhauser
Dr. Michael Drews
Andreas Eberts
Anna Schaarschmidt
Lars Scharfenberg

Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Lehrstuhl für Geologie (Exogene Dynamik)
Professur für Geologie unter besonderer Berücksichtigung der Strukturgeologie [Tektonik] und Photogeologie

Mittelgeber: Europäische Union (EU)
Projektstart: 01.03.2017
Projektende: 28.02.2019


Forschungsbereiche

Beckenanalyse
Lehrstuhl für Geologie (Exogene Dynamik)


Abstract (fachliche Beschreibung):


Die lithologischen und strukturellen Untersuchungen im ostbayerischen Grund­gebirge und seinem Vorland dienen dazu, flächenhafte geologische Grundlagendaten für wichtige geologische Haupteinheiten und das tektonischen Strukturinventar in diesem Raum zu generieren und in einem einheitlich strukturierten Datenpool bereitzustellen. Die erforderlichen Untersuchungen werden in drei Teilprojekten umgesetzt: I) Ein wichtiges Teilziel ist die Erstel­lung eines Granitkatasters für Granitkomplexe im Fichtelgebirge, Oberpfälzer und Regensburger sowie im Bayerischen Wald durch die Bündelung existierender Daten und die Vervollständigung der Datenbasis hinsichtlich petrographischer, petrophysikalischer, geochemischer, struktureller und geomechanischer Kenngrößen. II) Exemplarisch wird anhand der Bayerischen Pfahlstörung und der Donaurandstörung die Kinematik und hydrothermale Aktivität groß­räumiger Störungszonen im ostbayerischen Raum analysiert. III) Um die post-varizischen bis alpidischen Bewegungen und die lokal bis in die Gegenwart andauernde seismische Aktivität im Zusammenspiel von Donaurandstörung, Bayerischer Pfahlstörung, Luhe Line und Fränkischer Linie zu erfassen, wird in drei Modellgebieten eine integrierte geophysikalische und DGM-Analyse von Störungszonen im Übergangsbereich vom Grundgebirge des Bayerischen Waldes zu dem sedimentären Vorland durchgeführt.



 



Zur Anwendung kommen hierbei State-of-the-art Erkundungsmethoden (z.B. LIDAR-Auswer­tung und Photogrammetrie) sowie moderne strukturgeologische, geomechanische, gesteins-/geophysikalische und geochemisch/isotopenanalytische Analysemethoden (z.B. geomechani­sche und mikrostrukturelle Analysen, Generierung digitaler Kluftnetzwerke, Mikrogravimetrie u.a.). Die so generierten Daten beinhalten Schlüsselinformationen für die Beurteilung von Unter­grundpotenzialen hinsichtlich wichtiger praxisrelevanter Fragestellungen wie z.B. Struktur­inventar, Hydrogeologie, Geothermie und den bruchtechnische Eigenschaften der Gesteine.



Publikationen

Eberts, A., Schaarschmidt, A., Bauer, W., Stollhofen, H., & de Wall, H. (2018). Morphotectonic analysis of basement and cover units in eastern Bavaria, SE Germany - insights into the deeper crustal architecture? Poster presentation at GeoBonn 2018, University of Bonn, Bonn, DE.

Zuletzt aktualisiert 2018-22-11 um 19:40