Episoden aus dem Leben eiszeitlicher Höhlenkünstler - Analyse menschlicher Fußabdrücke mit indigenem Wissen und Methoden westlicher Wissenschaften

Drittmittelfinanzierte Einzelförderung


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Prof. Dr. Thorsten Uthmeier

Projektbeteiligte:
PD Dr. Andreas Pastoors

Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte
Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie

Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
Projektstart: 01.01.2017
Projektende: 31.12.2021


Abstract (fachliche Beschreibung):


Aufbauend auf drei Pilotstudien (2013 bis 2015) sollen in dem beantragten Forschungsvorhaben spätpleistozäne und frühholozäne Fußabdrücke in ausgewählten südwestfranzösischen Bilderhöhlen von indigenen Fährtenlesern aus Namibia mit ihren eigenen indigenen Methoden untersucht werden. Parallel hierzu sollen dieselben Fußabdrücke mit aktuellen Methoden westlicher Wissenschaften analysiert werden, so dass die Ergebnisse beider Methodenspektren unmittelbar miteinander verglichen und diskutiert werden können. Die Analyse von Fußabdrücke ist seit den ersten Untersuchungen in den 1970er Jahren ein Desiderat der prähistorischen Archäologie, obwohl über Fußabdrücke wertvolle Einblicke in die Nutzung von Bilderhöhlen gewonnen werden können. Im Zentrum des beantragten Forschungsvorhabens stehen drei Anliegen: 1. Evaluation der im Rahmen der Pilotstudie von 2013 erarbeiteten Ergebnisse, 2. Generierung neuer Daten und 3. Aufbau einer hybriden Wissenschaft des Lesens menschlicher Fußabdrücke. Die Forschungen stehen in einem engen Austausch mit zwei weiteren, methodisch verwandten Projekten, die in einem Paketantrags Archäologie und indigenes Wissen (DFG 944/1) gebündelt sind.Gerade durch die Entwicklung einer hybriden Wissenschaft des Lesens menschlicher Fußabdrücke leistet das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zu den archäologischen Wissenschaften und deren Wahrnehmung in der breiten Öffentlichkeit.



Zuletzt aktualisiert 2018-22-11 um 18:40