Päpstliches Briefwesen und institutionelle Kommunikation unter Papst Hormisda (sed. 514–523)

Drittmittelfinanzierte Einzelförderung


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Dr. Matthias Maser


Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte

Mittelgeber: Stiftungen (Gerda-Henkel-Stiftung)
Projektstart: 01.03.2014


Forschungsbereiche

Papstgeschichte des Früh- und Hochmittelalters
Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte


Abstract (fachliche Beschreibung):


Das Projekt untersucht Formen, Medien und Strategien der Kommunikation des Papsttums an der Schwelle von der Spätantike zum Mittelalter. Im Zentrum steht das umfangreiche Briefcorpus des Papstes Hormisda, das in für die Zeit außergewöhnlicher Dichte und Umfang die Korrespondenz zwischen dem apostolischen Stuhl und verschiedenen Briefempfängern im Osten des römischen Reiches dokumentiert. Zu den Korrespondenzpartnern des Papstes zählen neben dem Kaiser und dem Patriarchen von Konstantinopel u.a. Angehörige der Senatsaristokratie, des orientalischen Klerus oder aber Legaten und entsandte Bevollmächtigte des Papstes in der kaiserlichen Hauptstadt. Die erhaltene Briefsammlung dokumentiert das intensive diplomatische RIngen um die überwindung der als "akakianisches Schisma" bekannten Kirchenspaltung zwischen Ost und West (484-519), in dessen Zuge wichtige programmatische Positionen des primatialen Papsttums und seiner universalen Geltuzngsansprüche formuliert wurdem. Das Forschungsprojekt fragt nach den den spezifischen Kommunikationsformen, in denen diese Ansprüche formuliert, begründet und inszeniert wurden.


Zuletzt aktualisiert 2019-17-05 um 16:24