Italiensehnsucht und Orientfaszination: Die Bibliothek der Markgräfin Wilhelmine

Eigenmittelfinanziertes Projekt


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Prof. Dr. Christina Strunck

Projektbeteiligte:
Dr. Bettina Keller
Prof. Dr. Hartmut Bobzin
Prof. Dr. Annette Keilhauer
Prof. Dr. Gisela Schlüter
Konstanze Söllner

Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Hauptbibliothek
Lehrstuhl für Kunstgeschichte
Professur für Romanistik, insbesondere Literatur- und Kulturwissenschaft

Projektstart: 01.03.2016


Forschungsbereiche

Kunstliteratur und Kunstpolitik
Lehrstuhl für Kunstgeschichte
Geschlechterrollen in der europäischen Kunst (ca. 1500-1800)
Lehrstuhl für Kunstgeschichte


Abstract (fachliche Beschreibung):


Zu den Schätzen der Erlanger Universitätsbibliothek zählt die Bibliothek der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth (1709-1758), die sie der Universität anlässlich ihrer Gründung im Jahr 1743 schenkte. Die Bibliothek reflektiert ihr weites, von den großen Themen der Aufklärung geprägtes Interessensspektrum, das sich auch in der erhaltenen Korrespondenz mit ihrem Bruder Friedrich („dem Großen“) und in ihrem Kontakt zu Voltaire äußert. Im Zuge der schrittweisen Digitalisierung der Bibliothek werden die Bände auf handschriftliche Notizen der Markgräfin durchgesehen. Ein transdisziplinär zusammengesetztes Expertenteam befasst sich mit den Spuren der markgräflichen Lektüren sowohl in materieller als auch in ideeller Hinsicht. Die Rezeptionsprozesse in Wilhelmines eigenen literarischen und künstlerischen Werken stehen dabei ebenso im Blickpunkt wie die literarischen Quellen der von ihr in Auftrag gegebenen Kunstwerke.



Im Herbst 2018 soll aus Anlass des 275. Gründungsjubiläums der FAU eine internationale Tagung stattfinden, die die Markgräfin als Mitbegründerin der Erlanger Universität würdigt. Der Schwerpunkt der Tagung wird auf der internationalen Vernetzung der Markgräfin und den dadurch ermöglichten kulturellen Transfers liegen. Das ausgedehnte familiäre Netzwerk der königlichen Geschwister wird dabei ebenso berücksichtigt wie der Austausch mit bildenden Künstlern, Musikern, Sammlern und Gelehrten sowohl auf der Italienreise 1754/55 als auch am Bayreuther „Musenhof“.



Zuletzt aktualisiert 2018-22-11 um 17:21