Magische Praktiken in der Verwaltung. Neue Aspekte des Verwaltungshandelns im 16. und frühen 17.

Drittmittelfinanzierte Einzelförderung


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
PD Dr. Ulrike Ludwig


Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit

Mittelgeber: Volkswagen Stiftung
Akronym: Magische Praktiken in der Verwaltung. Neue Aspekte des Verwaltungshandelns im 16. und frühen 17.
Projektstart: 01.11.2015
Projektende: 31.12.2017


Forschungsbereiche

Kulturgeschichte der Verwaltung
Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit


Abstract (fachliche Beschreibung):


Seit der Aufklärung gelten in Europa Formen der Magie, der Hellseherei oder Divination als Kuriosum, als im Grunde lächerlich, irreal und unseriös. Dieses Diktum wirkt sich bis heute auch auf die Fragestellungen der Forschung aus: Denn obwohl die gesellschaftlich übergreifende Bedeutung von Magie und Divination gerade für das 16. und frühe 17. Jahrhundert in der Forschung unumstritten ist, wurde bislang noch nicht nach der Relevanz von Wahrsagerei und Magie als Strategien in der Verwaltung gefragt. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, in welcher Weise und in welchen administrativen Feldern magische und divinatorische Praktiken als Hilfsmittel für die Kontrolle, Absicherung und Beeinflussung von Verfahren und Entscheidungen genutzt wurden. Der räumliche und institutionelle Untersuchungsschwerpunkt liegt auf Höfen im Alten Reich (Dresden, Prag und Heidelberg) und den dort angesiedelten Institutionen der zentralen Verwaltung.



Zuletzt aktualisiert 2018-22-11 um 18:20