Innovative CO2-arm produzierte Baustoffe aus schnell erhärtenden Calciumsulfoaluminat-Zementen

Drittmittelfinanzierte Einzelförderung


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Prof. Dr. Friedlinde Götz-Neunhoeffer


Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Lehrstuhl für Mineralogie

Mittelgeber: Industrie
Mittelgeber: andere Förderorganisation
Projektstart: 01.01.2016
Projektende: 31.12.2017


Kurzbeschreibung (allgemeinverständlicher Überblick):

Aufgrund ihrer im Vergleich mit Portlandzementen günstigeren CO2- und Energiebilanz werden Calciumsulfoaluminat( CSA)-Zemente aktuell zu attraktiven Alternativen für den Einsatz im Beton. Im Vergleich zur PZ-Klinker Herstellung kann CSA-Zement bei einer ca. 200 °C niedrigeren Temperatur produziert werden. Auch fallen weniger rohstoffbedingte CO2-Emmissionen durch die Dekarbonatisierung des Kalksteins an.

Bislang werden CSA-Zemente lediglich in China erfolgreich eingesetzt. Der größeren Verbreiterung seines Einsatzes als Baustoff stehen fehlende Zulassungen, z.B. für den Straßenbau in Kalifornien, im Wege. Erst nach Etablierung von Prüfnormen könnte CSA-Zement den PZ in vielen Baustoffen ersetzen.  

Mithilfe einer Charakterisierung der Rohstoffe, des Klinkers sowie der entstehenden kristallinen und amorphen Hydratationsprodukte können die Kinetik der CSA-Hydratation und damit die aus dem Herstellungsprozess resultierenden Unterschiede im Festigkeitsaufbau besser verstanden werden. Eine andere wichtige Kenngröße für den innovativen Baustoff ist dessen Dauerhaftigkeit, wofür neue wissenschaftliche Prüfmethoden gefunden und etabliert werden müssen.


Zuletzt aktualisiert 2019-12-08 um 12:31