Die Bildgeschichte der Botanik

Drittmittelfinanzierte Einzelförderung


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Prof. Dr. Hans Dickel

Projektbeteiligte:
Prof. Dr. Ursula Rautenberg

Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Lehrstuhl für Buchwissenschaft
Lehrstuhl für Molekulare Pflanzenphysiologie
Professur für Kunstgeschichte

Mittelgeber: andere Förderorganisation (Universitätsbund Erlangen-Nürnberg e.V.)
Projektstart: 01.07.2017


Forschungsbereiche

Zeichnung als künstlerisches Medium
Professur für Kunstgeschichte


Abstract (fachliche Beschreibung):


Das Forschungsprojekt fragt aus wissenschaftsgeschichtlicher und bildwissenschaftlicher Perspektive nach der Funktion botanischer Illustrationen bei der Identifizierung und Analyse von Pflanzen seit der frühen Neuzeit. Der seit der Antike schriftlich überlieferte Wissenskanon hatte mit der Entdeckung neuer Pflanzen in Nordeuropa und Übersee seine Autorität verloren und wich einer neuen Empirie der Anschauung. Pflanzendarstellungen in der Nachfolge Albrecht Dürers und Albrecht Altdorfers ergänzen in den Kräuterbüchern des 16. Jahrhunderts und den Florilegien und Prachtbänden des 17. Jahrhunderts den gedruckten Text. Die wissenschaftlichen Pflanzenzeichnungen Conrad Gessners („Historia plantarum“) bilden schließlich eine Voraussetzung für jene Optimierung und Verfeinerung der botanischen Illustration, die der Nürnberger Gelehrte Dr. Christoph Jacob Trew (1695-1769) mit seiner kolorierten Kupferstichserie der „Plantae selectae“ anstrebte. Grundlage des Forschungsprojektes sind die umfassenden Bestände aus Trews medizinhistorischer Sammlung, die heute in der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg aufbewahrt werden.



Zuletzt aktualisiert 2018-22-11 um 17:20