Global Players: Großbritannien als kulturelle Relaisstation

Eigenmittelfinanziertes Projekt


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Prof. Dr. Christina Strunck


Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Lehrstuhl für Kunstgeschichte

Projektstart: 01.04.2015


Forschungsbereiche

Kulturelle Transferprozesse in der Frühen Neuzeit
Lehrstuhl für Kunstgeschichte


Abstract (fachliche Beschreibung):


Das Projekt befasst sich mit kulturellen Übersetzungsphänomen, an denen englische, schottische und irische Künstler bzw. Architekten des 16.-20. Jahrhunderts beteiligt waren. Eine Relaisstation bildet durch Empfang und Wiederaussendung von Signalen eine „Brücke“, die die Reichweite einer Datenübertragung gegenüber der direkten Verbindung erheblich vergrößert. Dieses Bild beschreibt metaphorisch die Vermittlerrolle der britischen Kunst, die in zwei Projektphasen untersucht wird:




  1. Großbritannien und der Kontinent: Während britische Künstler und Architekten zunächst primär kontinentaleuropäische Trends rezipierten, kehrte sich das Verhältnis im Lauf des 18. Jahrhunderts um, so dass die Insel zum bewunderten Impulsgeber avancierte. Die multilateralen Austauschprozesse wurden bisher im Rahmen von drei Tagungen analysiert: „Kulturelle Transfers zwischen Großbritannien und dem Kontinent“, „Glaube, Politik und die Künste: Frühneuzeitliche Transfers zwischen katholischen und protestantischen Kulturen“ und „Revisiting Murals in Britain 1600-1750“.


  2. Britain overseas: Dem Prinzip einer Relaisstation entsprechend, übertrugen sich durch die britische, vom Austausch mit dem Kontinent geprägte Kunst und Architektur des 18. und 19. Jhs. wichtige ästhetische Impulse in die (einstigen) Kolonien in den USA und Indien. Ein Workshop zu der komplexen Interaktion von Globalisierung und Regionalisierung befindet sich in Planung.



Der Workshop "Übersetzungsphänomene" erarbeitete anhand von Fallstudien methodische Zugänge und kunsttheoretische Grundlagen (Link zum Workshop-Programm).



Zuletzt aktualisiert 2018-22-11 um 17:01