POSTRES: Charakterisierung der akuten Stressreaktion bei der Posttraumatischen Belastungsstörung

Eigenmittelfinanziertes Projekt


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Prof. Dr. Nicolas Rohleder
Prof. Dr. med. Yesim Erim


Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Lehrstuhl für Gesundheitspsychologie
Professur für Psychosomatik und Psychotherapie

Projektstart: 01.01.2017


Forschungsbereiche

Traumatischer Stress und Gesundheit
Lehrstuhl für Gesundheitspsychologie


Abstract (fachliche Beschreibung):


Die Posttraumatische Belastungssstörung (PTBS) steht in Zusammenhang mit einer veränderten psychologischen und physiologischen Stressreaktion definiert durch (1) flachere Kortisolprofile, (2) weniger Kortisolproduktion während eines Tages, (3) veränderten Alpha-Amylase-Tagesprofilen, (4) erhöhte ketacholaminerge Ausschüttung, (5) erhöhte unterschwellige Entzündungswerte (trotz höherer Glukokortikoid-sensitiver intrazellulärer Mechanismen) und schließlich (6) veränderten intrazellulären Mechanismen für die Entzündungsreaktionen. Diese biologischen Veränderungen sind wiederum mit psychologische Symptomen der PTBS korreliert und stehen in Zusammenhang mit Veränderungen im zentralen Nervensystem (ZNS) bei vorliegender PTBS. Doch während die psychologischen Symptome der PTBS inzwischen relativ gut behandelt werden können, ist aktuell wenig darüber bekannt, ob die erfolgreiche Behandlung der psychologischen Symptome auch zur Normalisierung von physiologischen Stressprozessen führt. Daher ist das Ziel dieser die physiologische Stressreaktion bei PTBS auf einen akuten Stressor in einer querschnittlich designten Studie zu untersuchen und diese mit einer parallelisierten Stichprobe von gesunden Probanden zu vergleichen. Beide Gruppe werden hierfür gebeten am Trier-Sozialen-Stress-Test (TSST) teilzunehmen und zuvor sowie im Anschuss mehrere Serum- sowie Plasmablutproben und mehrere Speichelproben abzugeben sowie einige Fragebögen zu ihren Symptomen auszufüllen. Nach sieben Wochen werden sie erneut gebeten alle Frageböge auszufüllen und jeweils eine Plasma- und Serum-Blutprobe abzugeben. Mit den Ergebnissen dieser Studie erhoffen wir uns neue Erkenntnisse über die Besonderheiten in der Stressreaktion bei PTBS, vor allem zu unterschwelligen Entzündungsprozessen und Effekten auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HHNA) zu erhalten und reliable Prädiktoren für den Therapieerfolg von PTBS während einer standardisierten achtwöchigen Behandlung in einer Tagesklinik zu finden.


Zuletzt aktualisiert 2019-28-05 um 09:25