Ethisches Erzählen. Zur Kultur- und Funktionsgeschichte narrativer Formen.

Eigenmittelfinanziertes Projekt


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Prof. Dr. Christine Lubkoll-Klotz


Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur mit historischem Schwerpunkt

Projektstart: 01.10.2015


Abstract (fachliche Beschreibung):


Die Kulturpraxis des Erzählens dient seit Menschengedenken nicht nur der Unterhaltung, sondern auch der narrativen Problembewältigung, der Normbildung (bzw. ihrer Subversion) und der Verständigung über ethische Fragen. In dieser funktionsgeschichtlichen Perspektive sollen verschiedene einschlägige Erzählgattungen der Neuzeit (gegebenenfalls unter Rückgriff auf antike und mittelalterliche Grundmuster) neu beleuchtet und jeweils in historisch spezifische gesellschaftliche Kontexte gestellt werden. Dabei werden thematische Schwerpunktbildungen ebenso eine Rolle spielen wie etwa medienhistorische (Mündlichkeit/Schriftlichkeit), diskursgeschichtliche (religiöse, philosophische, juristische, mentalitätshistorische Kontexte) und literatursoziologische Aspekte. Die Studie gliedert sich nach Erzählgattungen, deren thematische Fokussierungen, narrative Strategien, gesellschaftliche Funktionen und ethische Dimensionen jeweils diachron untersucht werden. Die Kapitel zum Mythos, zur Novelle und zum Roman sind schon weitgehend konzipiert und gedanklich ausgearbeitet; die Kapitel zum Epos, zur Fabel und zu modernen Kurzformen des Erählens müssen noch konkretisiert werden.



 



Zuletzt aktualisiert 2018-22-11 um 17:00