Magmatische und sedimentologische Entwicklung eines ozeanischen Plateaus am Beispiel der Azoren

Drittmittelfinanzierte Einzelförderung


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
PD Dr. Christoph Beier


Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Lehrstuhl für Endogene Geodynamik

Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH) (Deutsche Forschungsgemeinschaft)
Projektstart: 01.09.2009
Projektende: 30.09.2011


Abstract (fachliche Beschreibung):


Die Azoren liegen auf einem ozeanischen Plateau mit etwa 10-12 km mächtiger Kruste basaltischer Zusammensetzung. Das Plateau mit der verdickten Kruste entwickelte sich offenbar durch verstärkten Vulkanismus vor etwa 6-4 Ma. Seit 4 Ma entsteht am Mittelatlantischen Rücken dünnere Kruste, da die Schmelzanomalie abgeschwächt ist und so das Azoren Plateau geteilt wird. Der magmatische Puls vor 6-4 Ma wurde möglicherweise durch einen Mantelplume-Kopf ausgelöst, der zur Bildung des Plateaus aus ozeanischen (Flut)basalten führte. Die Insel Santa Maria am östlichen Rande des Plateaus reflektiert eine Schlüsselrolle in der Bildung des Plateaus. Das Projekt hat drei Ziele: (1) die zeitliche und chemische Entwicklung des Vulkanismus auf dem Plateau zu klären (z.B. der Übergang von tholeiitischen Flutbasalten zu alkalinen Magmen der Inseln), (2) die Wechselwirkung zwischen der Azoren Schmelzanomalie und dem Mittelatlantischen Rücken zu bestimmen, (3) den Magmentransport und die Eruptionsmechanismen in der frühen Plateaubildungsphase zu bestimmen und (4) den zeitlichen Rahmen und biogeographischen Kontext sowie Diagenesepfade der eingeschalteten Karbonate zu bestimmen.



Zuletzt aktualisiert 2018-22-11 um 19:21