Potenziale und Herausforderungen der oberflächennahsten Geothermie

Conference contribution
(Abstract of lecture)


Publication Details

Author(s): Müller J
Publication year: 2019
Language: German


Abstract



Die oberflächennahe Geothermie als solches
stellt einen wichtigen Baustein für eine treibhausgasfreie Wärme- und
Kälteversorgung für Neu- und Bestandsgebäude dar. Durch Verwendung von
oberflächennahen Geothermiesystemen kann thermische Energie aus dem
Erdreich entzogen werden. Mit Hilfe einer Wärmepumpe können die saisonal
beeinflussten Temperaturen des Erdreichs auf die benötigten
gebäudeseitigen Verbrauchertemperaturen angehoben werden. Dies ist
abhängig von der Gebäudehülle und dem Nutzerverhalten. Der Einsatz
oberflächennahe Geothermie reicht von dezentral operierenden
Einfamilienhäuser, über Mehrfamilienhäuser bis hin zu Quartierlösung.
Die oberflächennahe Geothermie bietet die Möglichkeit Synergien
verschiedener erneuerbarer Energiekonzepte sinnvoll miteinander zu
verbinden. Sei es durch innovative MRS-Steuerung, sich auf natürliche
Weise regenerierende Speicherlösungen oder die Vorteile eines
energetisch verlustarmen kalten Nahwärmenetzes. All diese Potenziale
werden innerhalb des Workshops vorgestellt und beleuchtet.


Daneben wird auch auf die Herausforderungen
eines individuellen Wärme- und Kältemarkts eingegangen. Das
Nutzerverhalten innerhalb eines Wohnquartiers ist stark von den
persönlichen Lebensgewohnheiten seiner Bewohner abhängig. Die
Herausforderung besteht darin, die Versorgung und damit die
Energieübertragung von der geothermischen Quelle zum Endverbraucher (und
umgekehrt) durch Monitoring besser zu verstehen und durch innovative
Technologien (z. B. deep learning, KI) zu optimieren. Die
Herausforderungen der oberflächennahen Geothermiesysteme bestehen vor
allem darin, dass die Dimensionierung der Anlagen von mehreren
Parametern abhängt. Der wichtigste Parameter ist die thermische
Leitfähigkeit, die von mehreren anderen physikalischen Eigenschaften des
Bodens abhängt. Dies sind neben der Lagerungsdichte, die mit der Tiefe
zunimmt, vor allem die Bodenfeuchte sowie die Korngrößenverteilung des
Substrats. Hydrogeologische Bedingungen sind für die Gesamtbetrachtung
einer Anlage essenziell, um die Regenerationspotenziale einer Anlage
besser einschätzen zu können.





FAU Authors / FAU Editors

Müller, Johannes
Lehrstuhl für Geologie (Exogene Dynamik)


Research Fields

Near-surface geothermal energy
Lehrstuhl für Geologie (Exogene Dynamik)
Climate and Resources
Research focus area of a faculty: Naturwissenschaftliche Fakultät


How to cite

APA:
Müller, J. (2019, November). Potenziale und Herausforderungen der oberflächennahsten Geothermie. Paper presentation at Der Geothermie Kongress 2019, München.

MLA:
Müller, Johannes. "Potenziale und Herausforderungen der oberflächennahsten Geothermie." Presented at Der Geothermie Kongress 2019, München 2019.

BibTeX: 

Last updated on 2019-25-07 at 14:15