„Da war plötzlich alles nicht mehr gut, was mal gut war.“ Die DDR und ostdeutscher Rechtsradikalismus zwischen Diskurs und Familiengedächtnis

Beitrag in einem Sammelwerk
(Buchkapitel)


Details zur Publikation

Autorinnen und Autoren: Sebald G, Lehmann R
Herausgeber: Hanna Haag
Pamela Heß
Nina Leonhard

Titel Sammelwerk: Volkseigenes Erinnern. Die DDR im sozialen Gedächtnis
Verlag: Springer VS
Verlagsort: Wiesbaden
Jahr der Veröffentlichung: 2017
Titel der Reihe: Soziales Gedächtnis, Erinnern und Vergessen – Memory Studies
Seitenbereich: 61-83
Sprache: Deutsch


Abstract

Der Beitrag untersucht das komplexe Verhältnis von familialen
Gedächtnissen zu öffentlichen Diskursen in Bezug auf die Thematisierung
der DDR und fragt, welche Formen der Übersetzung, des Einbaus oder auch
der Ablehnung der diskursiven Inhalte beziehungsweise der expliziten
Gegenpositionen sich im empirischen Material aus den von uns
untersuchten Familien finden. Das geschieht anhand von Ausschnitten aus
narrativen Interviews und Gruppendiskussionen in ostdeutschen Familien,
die im Rahmen des Forschungsprojektes „Soziale Erinnerungen in
differenzierten Gesellschaften“ zwischen 2006 und 2010 geführt und
ausgewertet wurden. Als thematische Sonde für das Verhältnis Diskurs und
Familiengedächtnis nehmen wir die Thematisierung des gegenwärtigen
Rechtsradikalismus in Ostdeutschland. Insgesamt tritt eine deutliche
Diskrepanz auf zwischen den diskursiv verhandelten
Ursachenzuschreibungen und den von den ostdeutschen
Interviewpartner(inne)n vollzogenen Bestandsaufnahmen hinsichtlich
Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in der
Gegenwartsgesellschaft. Durchgängig zeigt sich eine intensive
Auseinandersetzungen mit den generell als abwertend empfundenen
Diskursen zur DDR.


FAU-Autorinnen und Autoren / FAU-Herausgeberinnen und Herausgeber

Sebald, Gerd Prof. Dr.
Institut für Soziologie


Zitierweisen

APA:
Sebald, G., & Lehmann, R. (2017). „Da war plötzlich alles nicht mehr gut, was mal gut war.“ Die DDR und ostdeutscher Rechtsradikalismus zwischen Diskurs und Familiengedächtnis. In Hanna Haag Pamela Heß Nina Leonhard (Eds.), Volkseigenes Erinnern. Die DDR im sozialen Gedächtnis. (pp. 61-83). Wiesbaden: Springer VS.

MLA:
Sebald, Gerd, and Rene Lehmann. "„Da war plötzlich alles nicht mehr gut, was mal gut war.“ Die DDR und ostdeutscher Rechtsradikalismus zwischen Diskurs und Familiengedächtnis." Volkseigenes Erinnern. Die DDR im sozialen Gedächtnis. Ed. Hanna Haag Pamela Heß Nina Leonhard, Wiesbaden: Springer VS, 2017. 61-83.

BibTeX: 

Zuletzt aktualisiert 2018-15-10 um 17:10