Erwerbsverläufe von Frauen und Männern in der Medizin.

Beitrag in einem Sammelwerk
(Buchkapitel)


Details zur Publikation

Autor(en): Abele-Brehm A
Herausgeber: Schwartz Friedrich Wilhelm, Angerer Peter
Titel Sammelwerk: Arbeitsbedingungen und Befinden von Ärztinnen und Ärzten. Befunde und Interventionen.
Verlag: Deutscher Ärzte-Verlag
Verlagsort: Köln
Jahr der Veröffentlichung: 2010
Titel der Reihe: Report Versorgungsforschung
Band: 2
Seitenbereich: 149-158
ISBN: 978-3-7691-3438-4
Sprache: Deutsch


Abstract


Ausgewählte Ergebnisse aus der Studie BELA-E (Berufliche Laufbahnentwicklung Erlanger Absolventinnen und Absolventen) zur beruflichen Entwicklung von Medizinerinnen und Medizinern über einen Zeitraum von 13 Jahren werden präsentiert. In sechs Befragungen machten die ursprünglich 312 Probandinnen und Probanden Angaben über ihre private und berufliche Entwicklung, eine Vielzahl von psychologischen Variablen und über ihre Arbeitsbedingungen. Zum letzten Befragungszeitpunkt waren noch 186 von ihnen an der Studie beteiligt. Die Ergebnisdarstellung umfasst neben der privaten und beruflichen Entwicklung Unterschiede zwischen Klinikärzten und niedergelassenen Ärzten sowie die Entwicklung der beruflichen Selbstwirksamkeit. Die Daten belegen, dass die beteiligten Ärztinnen mehr Abstriche im Privatleben (Partnerschaft, Kinder) machten als ihre männlichen Kollegen. Medizinerinnen waren bei gleichen Ausgangsvoraussetzungen (Noten, Studiendauer, berufliches Selbstvertrauen) häufiger erwerbslos, teilzeitbeschäftigt und seltener in Führungspositionen als Mediziner. Das Berufsfeld Klinik wurde von Ärztinnen und Ärzten gleichermaßen als weniger befriedigend und einengender erlebt als das Berufsfeld Praxis. Ärztinnen verließen das Berufsfeld Klinik häufiger als Ärzte. Während die Entwicklung des beruflichen Selbstvertrauens bei Ärzten im Laufe der Studie positiv ausfiel, lag bei den Ärztinnen eher eine ungünstige Entwicklung vor. Gründe für den Schereneffekt in der beruflichen Entwicklung von Klinikärztinnen und Klinikärzten werden erörtetert, und vier Ansatzpunkte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Klinik - insbesondere für Ärztinnen - werden benannt.



FAU-Autoren / FAU-Herausgeber

Abele-Brehm, Andrea Prof. Dr.
Lehrstuhl für Sozialpsychologie mit Schwerpunkt Gender und Diversity


Zitierweisen

APA:
Abele-Brehm, A. (2010). Erwerbsverläufe von Frauen und Männern in der Medizin. In Schwartz Friedrich Wilhelm, Angerer Peter (Eds.), Arbeitsbedingungen und Befinden von Ärztinnen und Ärzten. Befunde und Interventionen. (pp. 149-158). Köln: Deutscher Ärzte-Verlag.

MLA:
Abele-Brehm, Andrea. "Erwerbsverläufe von Frauen und Männern in der Medizin." Arbeitsbedingungen und Befinden von Ärztinnen und Ärzten. Befunde und Interventionen. Ed. Schwartz Friedrich Wilhelm, Angerer Peter, Köln: Deutscher Ärzte-Verlag, 2010. 149-158.

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Zuletzt aktualisiert 2018-09-08 um 00:27