Bereichsspezifische Determinanten außerschulischer musikalischer Aktivitäten von Grundschulkindern

Beitrag in einer Fachzeitschrift


Details zur Publikation

Autorinnen und Autoren: Penthin M, Fritzsche E, Kröner S
Zeitschrift: Beiträge Empirischer Musikpädagogik
Jahr der Veröffentlichung: 2017
Titel der Reihe: Beiträge empirischer Musikpädagogik
Heftnummer: 8
Seitenbereich: 1-30
ISSN: 2190-3174
Sprache: Deutsch


Abstract


Warum spielen manche Grundschulkinder ein Musikinstrument oder singen im Chor und andere nicht? Bisherige Studien zu musikalischen Aktivitäten sind größtenteils deskriptiv angelegt oder basieren auf eingeschränkten Operationalisierungen. Vor dem Hintergrund eines theoretischen Rahmenmodells haben wir Skalen zu den bereichsspezifischen Determinanten außerschulischer musikalischer Aktivitäten (intrinsischer Aspekt der Einstellung, injunktive und deskriptive subjektive Norm und musikalisches Selbstkonzept) entwickelt und pilotiert (N = 193 Viertklässler). Alle bereichsspezifischen Determinanten korrelierten statistisch signifikant mit dem Ausmaß außerschulischer musikalischer Aktivitäten. Im Strukturgleichungsmodell wiesen sowohl die deskriptive subjektive Norm bezogen auf die Eltern als auch der intrinsische Einstellungsaspekt, vor allem aber das musikalische Selbstkonzept einen eigenständigen Erklärungswert auf (68 % Varianzaufklärung). Das höhere Aktivitätsniveau der Mädchen wurde vollständig durch die bereichsspezifischen Determinanten vermittelt. Die Skalen können künftig genutzt werden, um Effekte von Maßnahmen für die Förderung musikalischer Aktivitäten bei Grundschulkindern zu evaluieren.



Why do some primary
school students play an instrument or sing in a choir and others do not? Most previous
studies were either descriptive reports on musical activities or they were limited
in the operationalization of the determinants. Thus, based on a theoretical
framework, we developed and tested scales for the assessment of musical leisure
time activities and their domain-specific determinants (musical self-concept,
injunctive and descriptive subjective norm, intrinsic aspect of attitude) in N=193
fourth graders. All domain-specific determinants showed statistically significant
correlations with musical leisure time activities. In a structural equation model,
both descriptive norm relating to parents and intrinsic aspect of attitude and in
particular the musical self-concept dis-played unique explanatory value for
musical activities (68% variance explanation). Slightly higher activity levels of
girls were completely mediated by the domain-specific determinants. In future studies,
the developed scales may be applied for the evaluation of interventions
fostering musical activities in primary school children.


FAU-Autorinnen und Autoren / FAU-Herausgeberinnen und Herausgeber

Fritzsche, Eva Dr.
Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung
Kröner, Stephan Prof. Dr.
Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung
Penthin, Marcus
Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung


Forschungsbereiche

Kultur und empirische Bildungsforschung
Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung
Effekte von Musik in der Schule
Professur für Musikpädagogik
Musikalisches Selbstkonzept
Professur für Musikpädagogik
Bildung als Transformation
Forschungsschwerpunkt einer Fakultät: Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie


Zitierweisen

APA:
Penthin, M., Fritzsche, E., & Kröner, S. (2017). Bereichsspezifische Determinanten außerschulischer musikalischer Aktivitäten von Grundschulkindern. Beiträge Empirischer Musikpädagogik, 8, 1-30.

MLA:
Penthin, Marcus, Eva Fritzsche, and Stephan Kröner. "Bereichsspezifische Determinanten außerschulischer musikalischer Aktivitäten von Grundschulkindern." Beiträge Empirischer Musikpädagogik 8 (2017): 1-30.

BibTeX: 

Zuletzt aktualisiert 2018-30-10 um 16:02