Religion als Ressource und Risiko. Eine empirische mixed-methods Studie zur Religiosität von Jugendlichen mit Fluchthintergrund

Drittmittelfinanzierte Einzelförderung


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Prof. Dr. Manfred Pirner

Projektbeteiligte:
Julia Bradtke

Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Evangelischen Religionsunterrichts

Mittelgeber: Staedtler-Stiftung
Akronym: ReReRi
Projektstart: 01.03.2018
Projektende: 31.03.2019


Forschungsbereiche

Öffentliche Theologie und Öffentliche Religionspädagogik
Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Evangelischen Religionsunterrichts


Abstract (fachliche Beschreibung):

Aus vorhandenen Studien ist bekannt, dass Jugendliche mit Migrations-
und Fluchthintergrund eine sehr hohe Religiosität aufweisen. Für
geflüchtete Jugendliche ist jedoch die Bedeutung ihrer Religiosität für ihr Leben und ihre Integration sowie die Entwicklung
ihrer Religiosität im Kontext ihrer neuen Heimat kaum untersucht. Es
lässt sich vermuten, dass Religiosität sowohl als Ressource für eine
bessere Lebens- und Integrationsbewältigung fungieren kann wie auch als
lebensbeeinträchtigendes und integrationshinderndes Risiko, z.B. wenn
sie konservative, fundamentalistische oder extremistische Ausprägungen
annimmt.


Mit einer empirischen Befragung von N = 50 geflüchteten Jugendlichen
in Nürnberg, Leipzig und Berlin soll deren Religiosität, ihre Bezüge zu
verschiedenen Lebensbereichen und Integrationsaufgaben sowie ihre
Entwicklung seit der Zuwanderung nach Deutschland erhoben werden. Hierzu
wird ein mixed-methods-Design verwendet, nach dem in Interviews
biografisch-narrative Anteile mit leitfadengestützten Anteilen und mit
einem Fragebogen, der geschlossene Fragen enthält, kombiniert werden.
Letzterer beinhaltet mehrere Frageaspekte aus dem Forschungsprojekt
„ReGES – Refugees in the German Educational System“ des
Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi) in Bamberg, sodass unsere
Studie als inhaltliche wie methodische Ergänzung zu ReGES fungieren
kann. Mit dem LIfBi besteht eine Kooperationsvereinbarung. Ein
Folgeprojekt, das die Erhebung längsschnittlich fortschreibt, ist
beabsichtigt. 


Externe Partner

Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V. (LIfBi)

Zuletzt aktualisiert 2018-17-12 um 15:46