Kopplung einstellungsbasierter und motorischer (Nutzer-)Ansprüche in der Produktentwicklung

Drittmittelfinanzierte Einzelförderung


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Prof. Dr.-Ing. Sandro Wartzack


Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Lehrstuhl für Konstruktionstechnik

Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
Akronym: Ke:mAP
Projektstart: 01.11.2018
Projektende: 31.10.2021


Forschungsbereiche

Nutzerzentrierte Produktentwicklung
Lehrstuhl für Konstruktionstechnik


Abstract (fachliche Beschreibung):

Der Bedarf dieses Vorhabens entsteht durch die hohe Diversität von Nutzern technischer Produkte. In der nutzerzentrierten Produktentwicklung wurde hierzu bisher vor allem die hohe Vielfalt physiologischer Nutzerbedürfnisse berücksichtigt. Derzeitige Produkte für leistungseingeschränkte Nutzergruppen weisen hingegen oft auch Defizite in der Berücksichtigung subjektiver (psychologischer) Bedürfnisse auf. Dabei ist die Erfüllung dieser Bedürfnisse nahezu ebenso wichtig für eine hohe Lebensqualität, da diese eine negativ stigmatisierende Wirkung auf den Nutzer haben können. Trotz eines hohen funktionalen Nutzwerts solcher Produkte führt dieses Defizit zu einer Ablehnung und damit Nichtnutzung des Produktes. Ziel des Vorhabens ist demnach ein wissenschaftlich begründeter Ansatz für eine umfassende parallele Berücksichtigung psychologischer wie physiologischer Bedürfnisse in technischen Produkten.
Die zentrale Frage stellt sich, wie eine Gestaltung technischer Geräte für leistungseingeschränkte Personen erfolgen kann, sodass neben der Erfüllung hoher physiologischer Nutzeranforderungen auch ein im psychologischen Sinne nutzergerechtes, möglichst Stigmata-freies Produkt entsteht. Zur Erreichung dieses Projektziels stehen wertvolle eigene Vorarbeiten sowie Fachwissen aus anderen Disziplinen zur Verfügung. Dabei werden zwei wesentliche Teilziele angestrebt. Das zu erarbeitende Modell der Produkt-Nutzer-Interaktion dient dem integralen Verständnis des Nutzers in der Produktentwicklung sowohl im physiologischen als auch im psychologischen Sinne und ermöglicht eine erfolgreiche Charakterisierung und Segmentierung spezifischer Nutzergruppen. Hierzu erfolgt zunächst eine Konzentration auf die individuelle Handmotorik sowie die jeweilige Einstellung bzw. subjektive Wertorientierung des Nutzers. Weiterhin unterstützt ein allgemein anwendbares einschlägiges methodisches Vorgehensschema zur Gestaltung physiologisch-psychologisch nutzergerechter Produkte den Produktentwicklungsprozess durch gezielte Adaption integraler, interdisziplinärer Erkenntnisse.


Publikationen

Schröppel, T., Miehling, J., & Wartzack, S. (2019). Roadmap für die Entwicklung einer Methodik zur dualen Nutzerintegration. In H. Binz, B. Bertsche, W. Bauer, O. Riedel, D. Spath, D. Roth (Hrg.), Stuttgarter Symposium für Produktentwicklung SSP 2019: Stuttgart, 16. Mai 2019 | Wissenschaftliche Konferenz (pp. 293–302). Stuttgart: Stuttgart: Frauenhofer IAO.

Zuletzt aktualisiert 2019-06-06 um 11:46