GRK 1718: Präsenz und implizites Wissen

Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung - Gesamtprojekt


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Prof. Dr. Heike Paul

Projektbeteiligte:
Prof. Dr. Frank Adloff
PD Dr. Christoph Ernst
Prof. Dr. Thomas Fröhlich
Prof. Dr. Clemens Kauffmann
Prof. Dr. Kay Kirchmann
Prof. Dr. Antje Kley
Prof. Dr. Dirk Kretzschmar
Prof. Dr. Michael Lackner
Prof. Dr. Andreas Nehring
Prof. Dr. Wolfgang Schoberth

Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Lehrstuhl für Amerikanistik, insbesondere Literaturwissenschaft
Lehrstuhl für Amerikanistik, insbesondere nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft
Lehrstuhl für Komparatistik
Lehrstuhl für Medienwissenschaft
Lehrstuhl für Politische Philosophie, Theorie und Ideengeschichte
Lehrstuhl für Religions- und Missionswissenschaft
Lehrstuhl für Sinologie
Lehrstuhl für Soziologie mit dem Schwerpunkt Soziologische Theorie
Lehrstuhl für Systematische Theologie I (Dogmatik)
Lehrstuhl für Theaterwissenschaft
Professur für Sinologie

Mittelgeber: DFG / Graduiertenkolleg (GRK)
Projektstart: 01.04.2012
Projektende: 01.10.2016
Laufzeitverlängerung bis: 31.03.2019


Abstract (fachliche Beschreibung):


Die Debatte um Präsenz - verstanden als zeitliche und räumliche Gegenwart und Unmittelbarkeit - findet im internationalen Forschungskontext bisher auf die europäische Ideengeschichte beschränkt und dort ins-besondere auf ästhetische Diskurse fokussiert statt. Demgegenüber untersucht das Graduiertenkolleg „Prä-senz und implizites Wissen" in kulturvergleichender Perspektive kulturell divergente Formen der Diskursivie-rung von Präsenz in verschiedenen gesellschaftlichen Funktionsbereichen. Die Forschungshypothese lautet, dass Präsenz und implizites Wissen in einem wechselseitigen Begründungszusammenhang stehen. Dadurch wird ein neuartiger Ansatz in die Forschungsdiskussion eingeführt, der die Debatte um Präsenz um die Dimension des Kulturvergleichs erweitert. Verbunden sind mit diesem Ansatz Forschungsperspektiven, die im Rückgriff sowohl auf kultur- als auch sozialwissenschaftliche Theorie- und Methodenbestände entwickelt werden und das Augenmerk auf die Reflexion der visuellen, materiellen und performativen Aktualisierungen relevanter Präsenzphänomene in verschiedenen Funktionsbereichen und unterschiedlichen Kulturräumen legen. Das anspruchsvolle Forschungsprogramm ist mit einem Qualifizierungs- und Betreuungskonzept verknüpft, das sich durch die Integration forschungsorientierter Ausbildung und praxisbezogener Maßnahmen auszeichnet. Aufbauend auf eine langjährige, erfolgreiche interdisziplinäre Zusammenarbeit der beteiligten Wissenschaftler ist das an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg geplante Graduiertenkolleg in einem wissenschaftlichen Umfeld angesiedelt, in dem die Verbindung von interkulturel-ler Expertise und theoretischer Grundlagenreflexion im Kontext kulturraumspezifischer Forschungen pro-grammatisch vorangetrieben wird.


Teilprojekte:

Implizites Wissen, öffentliches Gefühl und Staatsbürgersentimentalismus

Zuletzt aktualisiert 2018-22-11 um 19:02