Der Bibliophile Qi Chenghan (1565-1628): Buchkonsum und Kommerzialisierung im Spät-Mingzeitlichen China

Drittmittelfinanzierte Einzelförderung


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Prof. Dr. Michael Lackner


Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Lehrstuhl für Sinologie

Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
Projektstart: 01.03.2010
Projektende: 30.03.2013


Abstract (fachliche Beschreibung):


Im Zentrum des Forschungsprojektes steht der Bibliophile Qi Chenghan und seine Bibliothek Dansheng tang. Ziel ist es, am Beispiel Qi Chenghans die Wechselwirkung zwischen Bibliophilie, der Kommerzialisierung des Buchmarktes und dem intellektuellen Wandel am Ende der Ming-Dynastie zu analysieren. Die ausgewählte Sammlung wurde Mitte des sechzehnten Jahrhunderts neu gegründet. Sie ist ein unmittelbares Produkt einer Zelt, die durch eine wachsende Schicht von Gelehrten und die zunehmende Verfügbarkeit verschriftlichten Wissens geprägt ist. In dieser Gesellschaft wird der Sammler zu einem wichtigen Akteur in der Wissenskultur. Besonderes Augenmerk richtet das Projekt auf die sozialen, und intellektuellen Netzwerke, die Qi zum Aufbau und zur Pflege seiner Sammlung unterhielt, sowie auf die materiellen Bedingungen: Qi betrieb eine Buchdruckerei. In einer exemplarischen Untersuchung eröffnet das Projekt einen neuen Blick auf die sich wandelnde Rolle verschriftlichten Wissens im China des 16. und 17. Jahrhunderts.



Zuletzt aktualisiert 2018-22-11 um 19:21