Pranu Mannu – Untersuchung des Altopiano bei Collinas, Provinz Medio Campidano auf Sardinien

Drittmittelfinanzierte Einzelförderung


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Dr. Martin Boß

Projektbeteiligte:
Prof. Dr. Marc Stamminger
Prof. Dr. Matthias Göbbels

Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Institut für Klassische Archäologie
Lehrstuhl für Informatik 9 (Graphische Datenverarbeitung)
Lehrstuhl für Klassische Archäologie
Lehrstuhl für Mineralogie

Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Forschungsstipendium (EIN-SFOR)
Akronym: Pranu Mannu
Projektstart: 01.01.2016
Projektende: 31.12.2017


Abstract (fachliche Beschreibung):


In Collinas, an der Westküste von Sardinien in der Provinz Medio Campidano, liegt das Hochplateau von Pranu Mannu. Es ist bislang kaum untersucht und nahezu völlig unangetastet, obwohl es seit der Endsteinzeit kontinuierlich besiedelt gewesen ist. An den Geländekanten des Hochplateaus stehen vier bekannte Nuraghenkomplexe, also massive Türme mit anliegender Siedlung aus der Zeit des 2. und 1. Jahrtausends v. Chr., die heute noch oberirdisch mit ihren tonnenschweren Mauerblöcken mehrere Meter hoch erhalten sind. Später zog dort eine römische Fernstraße vorbei und die frühchristliche Kirche S. Maria Angiargia liegt dort auf oder zumindest bei dem römischen Siedlungsplatz Villa Clara. Nach Lage und den erhaltenen Spuren zu urteilen, war dieses Hochplateau wohl eine der Stellen, an der Handel und Warenaustausch zwischen den indigenen, transhumant lebenden Hirtenkulturen aus dem sardischen Landesinneren zu den anderen in urbanen Gemeinschaften lebenden Mittelmeeranrainern stattgefunden hat.


 


Als Endprodukt könnte ein wissenschaftlich nutzbares Geoinformationsystem zu Pranu Mannu im Kontext der Siedlungskammer des Golfes von Oristano stehen, das „on site“ online zu benutzen ist. Die Idee dahinter ist, die Forschungsergebnisse damit in einer Art „augmented reality“ auch der allgemeinen Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.


Zuletzt aktualisiert 2018-06-11 um 17:45

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