Ökonomische Präkonzepte von Grundschulkindern

Drittmittelfinanzierte Einzelförderung


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
Prof. Dr. Bärbel Kopp
Prof. Dr. Holger Arndt

Projektbeteiligte:
Simon Meyer

Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Department Fachdidaktiken
Department Pädagogik
Institut für Grundschulforschung
Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik mit dem Schwerpunkt Lehren und Lernen
Lehrstuhl für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt empirische Unterrichtsforschung
Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
Professur für Didaktik Wirtschaft und Recht

Mittelgeber: Stiftungen (Joachim-Herz-Stiftung)
Projektstart: 01.07.2013
Projektende: 30.06.2015


Forschungsbereiche

Lehren und Lernen im Sachunterricht
Institut für Grundschulforschung
Ökonomische Bildung
Professur für Didaktik Wirtschaft und Recht


Abstract (fachliche Beschreibung):

Theoretischer Hintergrund
Ökonomische Bildung wird zunehmend als wesentlicher Bestandteil der Allgemeinbildung gesehen, da eine selbstständige und selbstverantwortliche Bewältigung von Lebenssituationen die Auseinandersetzung mit ökonomisch geprägten Sachverhalten verlangt. Schon Kinder im Grundschulalter müssen ökonomische Herausforderungen bewältigen, wenn sie z.B. mit knappen Ressourcen wie Geld und Zeit umgehen oder als Nachfrager auf Märkten agieren. Durch lebensweltliche Erfahrungen entwickeln Kinder eigene Deutungsmuster zu ökonomischen Sachverhalten (z.B. Tauschvorgänge, Funktion von Geld, ökonomische Ungleichheit), die nicht immer mit den wissenschaftlich tragfähigen Erklärungen übereinstimmen. Um im Sachunterricht anschlussfähiges Lernen zu ermöglichen und den Erwerb belastbarer Konzepte zu unterstützen muss analog zum mittlerweile gut untersuchten Bereich der Naturwissenschaften auch hier erfasst werden, über welches Vorwissen Grundschulkinder verfügen.

Zielsetzung
Die durch die Joachim-Herz-Stiftung geförderte empirische Studie „Ökonomische Präkonzepte von Grundschülern“ untersucht die Vorkenntnisse und (Fehl-)Vorstellungen von Grundschulkindern zu ökonomisch relevanten Inhalten aus den Bereichen Konsum, Arbeit, Unternehmen und Staat bzw. wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Methode
In einem ersten Projektschritt wird eine explorative qualitative Vorstudie durchgeführt, in der Leitfadeninterviews mit Grundschulkindern aus verschiedenen Klassenstufen geführt werden, um Erklärungsversuche („Präkonzepte“) zu identifizieren. Auf dieser Basis soll ein standardisierter Test entwickelt werden. Dieses Testinstrument sowie erste deskriptive Auswertungen sind das Ergebnis des ersten Teilprojekts.

Daran anschließend wird im zweiten Teilprojekt auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse eine großflächige Erhebung in mehreren Bundesländern geplant. Die Auswertung der Fragebögen erfolgt mit dem Ziel, die (Fehl-)Vorstellungen von ökonomischen Begriffen, Konzepten und Zusammenhängen und deren Abhängigkeit von anderen Faktoren wie z.B. dem Alter oder dem Bundesland zu identifizieren.


Publikationen

Arndt, H., & Kopp, B. (2016). Entwicklung eines Erhebungsinstruments zur Erfassung des Vorwissens von Grundschulkindern zu ökonomischen Präkonzepten – Ergebnisse aus der ersten Pilotierung. In Arndt, Holger (Hrg.), Das Theorie-Praxis-Verhältnis in der Ökonomischen Bildung. (pp. 201-211). Wochenschau Verlag.
Kopp, B., & Arndt, H. (2015). „Dann würden die Preise immer höher kommen und dann wäre Geld überhaupt nichts mehr wert“ – Erste Ergebnisse einer Studie zu ökonomischen Präkonzepten von Grundschulkindern. In Fischer Hans-Joachim, Giest Hartmut, Michalik Kerstin (Hrg.), Bildung im und durch Sachunterricht. (pp. 183-188). Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt Verlag.
Kopp, B., & Arndt, H. (2015). Präkonzepte von Grundschulkindern zu ökonomischen Sachverhalten – erste Ergebnisse der Vorstudie. In Arndt, Holger (Hrg.), Kognitive Aktivierung in der Ökonomischen Bildung. (pp. 118-130). Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag.
Arndt, H., & Kopp, B. (2014). Ökonomische Bildung im Sachunterricht - Präkonzepte von Grundschulkindern. In Schriften zu Ordnungsfragen der Wirtschaft. (pp. S. 33-53). Stuttgart: Lucius & Lucius Verlag.

Zuletzt aktualisiert 2019-13-05 um 19:19