Analyse der Entstehungsmechanismen von PVP-Wirkstoff-Formulierungen im überkritischen Antisolvent Sprühverfahren

Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung - Teilprojekt

Details zum übergeordneten Gesamtprojekt

Titel des Gesamtprojektes: SPP 1423: Prozess-Spray: Herstellen funktionaler Feststoffpartikel in Sprühverfahren - Von den Anforderungen an das Pulver und an seine Eigenschaften zum geeigneten Prozess


Details zum Projekt

Projektleiter/in:
PD Dr. Andreas Bräuer


Beteiligte FAU-Organisationseinheiten:
Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies

Mittelgeber: DFG / Schwerpunktprogramm (SPP)
Projektstart: 01.04.2011
Projektende: 30.04.2013


Abstract (fachliche Beschreibung):


Biologisch abbaubare Polymere, wie das Modelsystem Polyvinylpyrrolidin-( PVP), werden im Mikrometermaßstab in verschiedensten biomedizinischen und pharmazeutischen Anwendungen als Träger und Kristallisationsinhibitor für pharmazeutische Wirkstoffe eingesetzt. Die Transportfähigkeit der Polymer-Wirkstoff- Formulierungen im Körper, sowie die Freisetzungsmechanismen (Löslichkeit, Stabilität) des pharmazeutischen Wirkstoffs aus der Formulierung werden entscheidend durch die Größe, die Morphologie und den Habitus der Polymer-Wirkstoff-Partikel beeinflusst. PVP-Mikropartikel, sowie deren disperse Formulierungen wurden von verschiedenen Forschungsgruppen durch überkritische Antisolvent-Sprühverfahren hergestellt. Die Größe, Form, Morphologie und die Verteilung des Wirkstoffs im Polymer variieren hierbei stark und ohne erkennbaren Trend von den gewählten Prozessbedingungen. Eine Möglichkeit die Größe und die Oberflächenbeschaffenheit von Polymerpartikeln zu beeinflussen, ist die Variation der Lösemittelstärke durch die Verwendung eines Lösemittelgemischs. Ziel dieses Projekts ist zum Einen die Herstellung von PVP-Partikeln und von PVPWirkstoff- Formulierungen im Mikrometerbereich unter verschiedenen Prozessbedingungen, und zum Anderen die umfassende optische in-situ Charakterisierung der bei deren Herstellung (überkritisches Antisolvent-Sprühverfahren) ablaufenden Teilschritte. Die Korrelation der mittels optischer Messmethoden entschlüsselten Teilprozesse des überkritischen Antisolvent-Sprühverfahrens mit den resultierenden Partikeleigenschaften trägt zum Verständnis des Prozesses bei und soll zukünftig erlauben, gezielt PVP-Wirkstoff-Formulierungen mit bestimmten Eigenschaften herstellen zu können. Die experimentellen Messergebnisse sollen zur Validierung von LES-Simulationen im Rahmen des SPP 1423, wie auch für andere Interessenten, zur Verfügung gestellt werden.



Forschungsschwerpunkte der FAU
Neue Materialen und Prozesse
Optik und Optische Techologien

Zuletzt aktualisiert 2018-22-11 um 19:20