Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft


Beschreibung:


Das Profil des Lehrstuhls ist geprägt durch ein breites Lehrangebot zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart, die Pflege kleinerer germanischer Sprachen in Forschung und Lehre, die Kooperation mit Nachbarfächern und durch zahlreiche Drittmittelprojekte.



Der Lehrstuhl wurde 1954 für Ernst Schwarz (ehemals Prag) eingerichtet und hat durch ihn eine Schwerpunktsetzung auf Dialektologie, regionale Sprachgeschichte und germanische Sprachen erfahren, die von Emil Ploss (1966-1972) fortgeführt und durch Horst Haider Munske (seit 1975) in mehreren Drittmittelprojekten weiterentwickelt wurde. Mechthild Habermann ist seit 2003 Inhaberin des Lehrstuhls. Seit 1973 ist dem Lehrstuhl eine Professur für Germanistische Linguistik (Prof. Dr. Bernd Naumann 1975-2002; Prof. Dr. Stefan Schierholz seit 2003) mit Schwerpunkt 'Grammatik der deutschen Gegenwartssprache' zugeordnet. In den 80er Jahren wurden die Professuren für Computerlinguistik (Prof. Dr. Roland Hausser bis 2012; Prof. Dr. Stefan Evert seit 2012), Nordische Philologie (Prof. Dr. Hubert Seelow) und Deutsch als Fremdsprache (Prof. Dr. Theodor Ickler; seit 2010 Prof. Dr. Eva Breindl) neu eingerichtet. Zum Lehrstuhl gehören zwei Dauerstellen (A13/15), zwei Ausbildungsstellen (C1) und eine Sekretariatsstelle. Es sind z.Zt. 12 wissenschaftliche Mitarbeiter beschäftigt.



Ausführliche Informationen über die Geschichte des Lehrstuhls, sein Personal und seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre bis zum Jahre 2000 enthält die Jubiläumsschrift





  • Germanistische Linguistik in Erlangen. Eine Bilanz nach 50 Jahren. Herausgegeben von Horst Haider Munske und Mechthild Habermann. Erlangen 2000. 168 Seiten.




Adresse:
Bismarckstraße 1
91054 Erlangen



Untergeordnete Organisationseinheiten

Professur für Variationslinguistik und Sprachkontaktforschung


Forschungsbereiche

Fachsprachenforschung
Frühneuhochdeutsch
Grammatik: Grundlagen - Grammatische Terminologie
Textlinguistik
Variationslinguistik
Weitere Forschung am Lehrstuhl
Wortbildung


Forschungsprojekt(e)

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Produktivität und Kreativität in der Lexik des Ostfränkischen
Dr. Christine Ganslmayer; apl. Prof. Dr. Peter O. Müller; Prof. Dr. Horst Haider Munske
(01.10.2018)


Flexible Schreiber in der Sprachgeschichte. Zensierte Patientenbriefe des 19. Jahrhunderts.
Prof. Dr. Mechthild Habermann
(01.09.2017)


Übersetzungskultur in der Frühen Neuzeit. Textgenese und Variation in Luthers Bibelübersetzung
Dr. Christine Ganslmayer
(01.01.2017 - 30.04.2018)


GIP: Germanistische Institutspartnerschaft (Erlangen – Porto Alegre/Pelotas (Brasilien), DAAD)
Prof. Dr. Mechthild Habermann
(01.01.2017)


Grammatische Terminologie
Prof. Dr. Mechthild Habermann; Prof. Dr. Thomas Herbst; Dr. Peter Uhrig
(01.01.2016)



Publikationen (Download BibTeX)

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Schiegg, M. (2018). Brigitte Ganswindt (2017): Landschaftliches Hochdeutsch. Rekonstruktion der oralen Prestigevarietät im ausgehenden 19. Jahrhundert.
Lindner, B. (2017). Medizinische Gutachten des 17. und 18. Jahrhunderts. Sprachhistorische Untersuchungen zu einer Textsortenklasse. Berlin, New York: De Gruyter.
Eber, F. (2017). Bewertung von Werbung: linguistische Analysen und laienlinguistische Kommentare einer RITTER-SPORT-Plakatkampagne vom Frühjahr 2016 (Master thesis).
Schiegg, M. (2017). Michael Elmentaler & Peter Rosenberg (2015): Norddeutscher Sprachatlas (NOSA). Band 1: Regiolektale Sprachlagen. [Review of the book Norddeutscher Sprachatlas (NOSA). Band 1: Regiolektale Sprachlagen, by Michael Elmentaler, Peter Rosenberg].
Schiegg, M., & Niehaus, K. (2017). Trotzdem als Subjunktion in Geschichte und Gegenwart. Zeitschrift für Germanistische Linguistik, 45(1), 73-107. https://dx.doi.org/10.1515/zgl-2017-0003
Schiegg, M. (2017). Viola Wilcken (2015): Historische Umgangssprachen zwischen Sprachwirklichkeit und literarischer Gestaltung. Formen, Funktionen und Entwicklungslinien des ‚Missingsch'. [Review of the book Historische Umgangssprachen zwischen Sprachwirklichkeit und literarischer Gestaltung. Formen, Funktionen und Entwicklungslinien des ‚Missingsch‘, by Viola Wilcken].
Schiegg, M. (2017). Jörg Riecke (2016): Geschichte der deutschen Sprache. Eine Einführung. [Review of the book Geschichte der deutschen Sprache. Eine Einführung, by Jörg Riecke].
Ganslmayer, C. (2017). Wie kommen Geräusche in die Sprache? Wort und Geräusch aus linguistischer Perspektive. In Mieszkowski, Sylvia; Nieberle, Sigrid (Eds.), Unlaute. Noise/Geräusch in Kultur, Medien und Wissenschaften seit 1900 (pp. 73 - 101). Bielefeld: transcript.
Schiegg, M. (2017). Source Marks in Scholia. Evidence from an Early Medieval Gospel Manuscript. In Mariken Teeuwen, Irene van Renswoude (Eds.), The Annotated Book in the Early Middle Ages: Practices of Reading and Writing. (pp. 237-261). Turnhout: Brepols.
Schiegg, M., & Thorpe, D. (2017). Historical Analyses of Disordered Handwriting: Perspectives on Early 20th-Century Material From a German Psychiatric Hospital. Written Communication, 34(1), 30-53. https://dx.doi.org/10.1177/0741088316681988
Habermann, M. (2017). Kann ein Satz ein Text sein? Zur Problematik aus linguistischer Sicht. In Fromholzer, Franz; Mayer, Mathias; Werlitz, Julian (Eds.), Nanotextualität. Ästhetik und Ethik des Aphorismus und anderer Formen in einem Satz. (pp. 35-56). München: Fink.
Habermann, M. (2017). Review of Jürgen Pafel/Reich, Ingo (2016): Einführung in die Semantik. Grundlagen - Analysen - Theorien. Stuttgart: J.B. Metzler. VIII, 300 Seiten, by Pafel, Jürgen; Reich, Ingo. Germanistik, 58, 358.
Ganslmayer, C., Irrgang, N., Karner, G., & Wischmeyer, O. (2017). Weisheit und Lebensfreude. Das Buch Jesus Sirach / Ben Sira. In Christfried Böttrich & Martin Rösel (Eds.), Die Apokryphen der Lutherbibel. Einführungen und Bibeltexte (pp. 145-161). Stuttgart/Leipzig: Deutsche Bibelgesellschaft/Evangelische Verlagsanstalt.
Peters, J. (2017). Den Feind beschreiben: Multiresistente Erreger im deutschen Pressediskurs. Eine diskurslinguistische Untersuchung der Jahre 1994–2015 (Master thesis).
Habermann, M., & Wischer, I. (2016). Satzklammer (Historische Sprachwissenschaft). In Wörterbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft (WSK) Online, Berlin; Boston: De Gruyter.
Schiegg, M. (2016). Scribes' Voices: The Relevance and Types of Early Medieval Colophons. Studia Neophilologica, 88(2), 129-147. https://dx.doi.org/10.1080/00393274.2015.1101354
Eber, F., & Rössler, P. (2016). Modalisierte Assertionen in Kodizes. Zu Formulierungsstrategien im Duden-Band 9 „Richtiges und gutes Deutsch“.
Schiegg, M. (2016). Annette Gerstenberg & Anja Voeste (Hgg.) (2015): Language Development. The Lifespan Perspective. [Review of the book Language Development. The Lifespan Perspective, by Annette Gerstenberg, Anja Voeste (Hgg.)].
Müller, P.O. (2016). Historische Lexikographie und Fremdwortbildung. In Lobenstein-Reichmann, Anja; Müller, Peter O. (Eds.), Historische Lexikographie zwischen Tradition und Innovation (pp. 187-212). Berlin; New York: De Gruyter.
Müller, P.O. (2016). Wortbildungswandel oder Bedeutungsbildung? – Zur Entstehung und Interpretation sekundärer Wortbildungsbedeutungen. In Waldenberger, Sandra; Kwekkeboom, Sarah (Eds.), PerspektivWechsel. oder: Die Wiederentdeckung der Philologie. Bd. 1: Sprachdaten und Grundlagenforschung in der Historischen Linguistik (pp. 309-332). Berlin: Erich Schmidt.


Zusätzliche Publikationen (Download BibTeX)


Nickel, G. (2016). Dem Herrgott sei Scheenster. On dative-marked nominal possessive constructions in East Franconian. In Diewald, Gabriele (Eds.), Non-Central Usages of Datives (pp. 85-112). Berlin/Boston: De Gruyter.
Nickel, G. (2016). Von Gäul-s-bauer, April-s-narr und Getreid-s-gabel. Die Verwendung und Verbreitung des Fugen-s im Ostfränkischen. In Hentschel, Elke (Eds.), Wortbildung im Deutschen. Aktuelle Perspektiven. (pp. 214-243). Tübingen: Narr.
Munske, H.H. (2013). Eine Sprachkritiküberprüfungsmaßnahme. "Reichtum und Armut der deutschen Sprache. Erster Bericht zur Lage der deutschen Sprache. Hrgg. Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, Union der deutschen Akademien der Wissenschaften". Frankfurt am Main: FAZ.
Munske, H.H. (2013). Zur Geschichte des Sprachatlas von Mittelfranken. In Munske, Horst Haider; Mathussek, Andrea (Eds.), Handbuch zum Sprachatlas von Mittelfranken : Dokumentation und Auswertung (pp. 11-18). Heidelberg: Winter.
Munske, H.H. (2013). Das ing-Suffix im Altfriesischen. In Hoekstra, Jarich (Eds.), Twenty-nine smiles for Alastair : Freundesgabe für Dr. Alastair G. H. Walker zu seinem Abschied von der Nordfriesischen Wörterbuchstelle der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel am 4. Juli 2013 (pp. 187-193). Kiel: Christian-Albrechts-Universität, Abteilung für Frisistik/Nordfriesische Wörterbuchstelle.
Munske, H.H. (2011). Schmidlin, Regula (2011): Die Vielfalt des Deutschen: Standard und Variation. Gebrauch, Einschätzung und Kodifizierung einer plurizentrischen Sprache, Berlin u.a. De Gruyter.
Munske, H.H. (2011). Vom Virus frisicus – Gedanken zur Frisistik. Nordfriesisches Jahrbuch, 46, 105-112.
Munske, H.H. (2011). Römer, Christine; Matzke, Brigitte (2010): Der deutsche Wortschatz. Struktur, Regeln und Merkmale, Tübingen.
Munske, H.H. (Ed.) (2010). Dialektliteratur heute – regional und international. Forschungskolloquium am Interdisziplinären Zentrum für Dialekte und Sprachvariation an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg 19.-20. November 2009. .
Munske, H.H. (2010). o.k. [o'ke:] und k.o. [ka'o:]. Zur lautlichen und graphischen Integration von Anglizismen im Deutschen. In Scherer, Carmen; Holler, Anke (Eds.), Strategien der Integration und Isolation nicht-nativer Einheiten und Strukturen (pp. 31-50). Berlin; New York: De Gruyter.
Munske, H.H. (2010). Dialektforschung an der Universität Erlangen-Nürnberg. In Zentralinstitut für Regionenforschung an der Universität Erlangen-Nürnberg. Sektion Franken (Eds.), Jahrbuch für fränkische Landesforschung (pp. 213-221). Neustadt an der Aisch: Zentralinst. für Regionenforschung, Sekt. Franken.
Munske, H.H. (2009). Was sind eigentlich 'hybride' Wortbildungen? In Müller, Peter O. (Eds.), Studien zur Fremdwortbildung (pp. 223-260). Hildesheim; Zürich; New York: Olms.
Munske, H.H., & Kirkness, A. (Eds.) (1996). Eurolatein. Das griechische und lateinische Erbe in den europäischen Sprachen. Tübingen: Niemeyer.

Zuletzt aktualisiert 2019-24-04 um 10:22